

DWD-Alarm: In Berlin besteht akute Lebensgefahr, aktuell läuft die Evakuierung von sämtlichen Besuchern der Berlin Tennis Open.
Eigentlich sollten auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß im Berliner Grunewald bei den Berlin Tennis Open die US-Amerikanerin Jessica Pegula und die Tschechin Linda Noskova gegeneinander spielen. Stattdessen steht das Wasser den Menschen bis zu den Knöcheln.
Stromschläge drohen
Da Stromkabel im Wasser liegen, besteht gar Lebensgefahr – viele Zuschauer verließen das Gelände fluchtartig und suchten Zuflucht im benachbarten Auerbachtunnel und der einige hundert Meter entfernt gelegenen S-Bahn-Station Grunewald. Der Veranstalter sei mit einem Event-Meteorologen und mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) eng im Austausch, so Pressesprecher Claus Frömming: „Aber die Intensität und die Geschwindigkeit, mit der das Gewitter heranzog, haben uns überrascht.“
Gelände wurde geschlossen
Man richte sich nach einem mit den Behörden abgestimmten Notfallplan. Das Turnier gab via Instagram eine Warnung an seine Besucher heraus: „Das Gelände ist derzeit geschlossen und der Zugang aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir bitten Sie, zu Hause zu bleiben, bis weitere Informationen folgen.“
Probleme auch beim Southside
Auch das Southside-Festival in Neuhausen ob Eck (Baden-Württemberg) kämpft weiterhin mit dem Unwetter und musste erneut umplanen. Während kleinere Gewitter und ein kräftiger Regenschauer über das Gelände zogen, blieb den Besuchern der Einlass vorerst verwehrt.
Wetter-Experten warnen, dass uns die ganz große Hitze aber sogar noch bevorsteht: Bis zum Wochenende werden in der Mitte und im Süden 30 bis 40 Grad erwartet, vereinzelt drohen weiter Hitzegewitter mit Unwetterpotenzial. Im Norden ist es mit 23 bis 31 Grad noch angenehmer. Abkühlung ist dann erst in der Nacht zum Sonntag zu erwarten.
Alkoholverbot in Frankreich
In Nachbarländern verhält es sich ähnlich. In Frankreich wurde wegen extremer Hitze gar in manchen Landesteilen, darunter Paris, während der „Fête de la musique“ ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum erlassen. 35 Départements riefen die höchste Hitzewarnstufe aus, zum Teil wurden Feiern abgesagt, um Rettungsdienste zu entlasten. Am Montag werden zudem mehr als 800 Schulen geschlossen bleiben.