Vergiftungsgefahr: Dringender Rückruf von Kaffee bundesweit

Für viele von uns ist Kaffee ein kleiner Genuss des Alltags: Wir freuen uns auf unsere erste Tasse am Morgen, und auch tagsüber ist er ein beliebter Muntermacher, der gleichzeitig entspannt und belebt. Wenn Sie jedoch kürzlich gemahlenen Kaffee gekauft haben, sollten Sie sich unverzüglich die Angaben auf der Verpackung genau ansehen, denn es wurde gerade ein bundesweiter Kaffee-Rückruf angekündigt.

Achtung: Vergiftungsgefahr! Ausgerechnet in einer Charge eines beliebten Kaffees, der in allen Bundesländern verkauft wurde, wurde ein gefährliches Schimmelgift festgestellt: Es handelt sich um Ochratoxin A, das die Nieren schwer schädigen kann. Darüber hinaus kann es bei längerem Konsum auch krebserregend sein. Vom Verzehr wird daher dringend abgeraten!

Schimmelpilzgift im Kaffee
Wie die Handelskette TJX Deutschland Ltd. & Co. KG mitteilt, wurden bei Routinekontrollen in einer bestimmten Kaffee-Sorte des italienischen Herstellers Bialetti Industrie S.p.A. höhere als die gesetzlich zulässigen Werte an Ochratoxin A festgestellt: Alle Verpackungen der folgenden Charge werden daher dringend zurückgerufen:

Artikel: Bialetti – Gemahlener Perfetto Kaffee mit Karamellgeschmack
Hersteller: Bialetti Industrie S.p.A., Coccaglio (Italien)
Verpackungseinheit: 250 Gramm
Chargennummer / Los-Kennzeichnung: LC5 BD149T
EAN / GTIN: 8006363076203
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 29.05.2027

Vertrieb: TJX Deutschland Ltd. & Co. KG (TK Maxx)
Verkaufspreis: 6,99 Euro

Der von der Rückrufaktion betroffene Kaffee wurde landesweit in den Filialen von TK Maxx verkauft. Verbrauchern wird empfohlen, betroffene Artikel in einer beliebigen TK Maxx-Filiale zurückzugeben. Ein Kassenbon ist nicht erforderlich. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet. Bei Fragen können sich Verbraucher an den Kundenservice von TJX Deutschland unter 0211 / 88 223 267 oder per E-Mail an kundenservice@tkmaxx.de wenden.

Warum Ochratoxin A so gefährlich ist
Ochratoxin A ist ein Giftstoff, der von bestimmten Schimmelpilzen gebildet wird, die unter anderem auf Kaffeebohnen, Getreide, Trockenfrüchten und Gewürzen wachsen können. Der Giftstoff ist relativ hitzestabil. Normales Erhitzen oder die Zubereitung von Kaffee bieten daher keinen zuverlässigen Schutz vor einer möglichen Kontamination.

Besonders besorgniserregend ist, dass das Gift nach dem Verzehr relativ lange im Körper verbleiben und sich daher potenziell bis zu gefährlichen Konzentrationen anreichern kann. Studien zeigen, dass Ochratoxin A insbesondere die Nieren schädigen kann. Zudem wurde bei Versuchstieren ein Zusammenhang mit der Entstehung von Nierentumoren nachgewiesen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht darin daher Anlass zur Sorge, insbesondere bei langfristiger Aufnahme.

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Oskar Herbert