Tödlicher Unfall: Beliebter deutscher Flughafen schließt

Ein in Stücke gerissener Körper, Leichenteile auf dem Rollfeld – der populäre deutsche Flughafen Dresden griff am Sonntagabend das Sicherheitsprotokoll. Für eine Zeit lang ging nichts mehr!

Der Dresdner Flughafen hatte am Sonntagabend mit einem Todesfall zu kämpfen. Ein kleines Flugzeug hatte einen Hasen auf der Landebahn überfahren, der gegen 20 Uhr genau in dem Moment über die Piste gehoppelt war, als die Maschine landen wollte. Der Hase überlebte die Kollision natürlich nicht und wurde regelrecht in Stücke gerissen.

Sicherheitsprotokoll ausgelöst
Das Flugzeug überstand den Zusammenstoß ohne Schaden und konnte später weiterfliegen. Dennoch war nach dem Zwischenfall ein vorgeschriebenes Kontrollprozedere notwendig. „Die Landebahn musste auf Fremdkörper kontrolliert werden“, so der Flughafensprecher Uwe Schuhart auf Nachfrage. Die Feuerwehr musste Fellreste und Hasenblut von der Piste entfernen, was einige Zeit in Anspruch nahm.

Sperre der Landebahn
Schuhart: „Die Bahn musste von 20.10 Uhr bis 20.40 Uhr gesperrt werden.“ Für eine Cessna aus Hannover und einen Vueling-Urlaubsflieger aus Barcelona bedeutete das zunächst: Landung verboten! Beide Maschinen mussten für eine halbe Stunde Warteschleifen drehen.

Der Linienflug aus Zürich bekam daraufhin ein Problem aufgrund des immer knapper werdenden Treibstoffes. Der Airbus A220 wurde schließlich nach Leipzig umgeleitet und setzte dort mit einer Verspätung von etwa 30 Minuten auf. Die Sperre hatte keine Auswirkungen auf startende Flüge, da in dieser Zeit am Airport Dresden gar keine vorgesehen waren.

Zaun soll Tiere abhalten
Dass der Hase das Rollfeld überhaupt erreichen konnte, sei nicht vorgesehen. „Generell ist der Flughafen ein geschlossenes System mit einem mehr als zwei Meter hohen Zaun“, erklärt Schuhart. Größere Tiere wie Rehe oder Wildschweine können das Hindernis den Angaben zufolge nicht überwinden. „Es ist auch bis auf den jetzigen Vorfall mit dem Hasen in den vergangenen Jahren noch nie zu einer Kollision auf der Landbahn gekommen.“

Häufige Kontrollen
Mitarbeiter des Flughafens würden zur Kontrolle mehrmals am Tag den Bereich der Start-und-Lande-Bahn abfahren. Kleinere Tiere werden dann verscheucht. Ein Schaden sei am Sonntagabend bei dem Vorfall nicht entstanden.

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Martin Beier