22-Jähriger wählt Notruf und wird von Polizei erschossen

Unfassbare Schlagzeilen aus einer Vorzeigedemokratie. Der 22-jährige Christian Glass bleibt mit dem Auto stecken und wählt den Notruf. Der Anruf wird ihm zum Verhängnis. Ein Polizist erschießt ihn später. Dabei ging die Eskalation scheinbar von den Beamten aus.

Eine Familie klagt gegen die Polizei, nachdem diese ihren Sohn erschossen hat. Bodycam-Aufnahmen belegen, dass der 22-Jährige eine Eskalation verhindern wollte. Die Polizisten im US-Bundesstaat Colorado ließen ihm aber scheinbar keine Chance.

Die Anwälte der Amerikaner schreiben von „extremer Gewalt durch die Strafverfolgungsbehörden“. Diese sei in den USA „nicht mehr tolerierbar“. Ihr Fazit zu der traurigen Begebenheit: “Der Akt, die Polizei um Hilfe zu rufen, kann kein Todesurteil sein.”

Das war es aber offenbar im Fall des 22-Jährigen Christian Glass, der den Notruf wählte, weil er mit seinem Wagen stecken geblieben war. Der junge Mann sei, wie seine Familie angab, in einer instabilen psychischen Verfassung gewesen. Als die Polizei eintraf, machte er deutlich, dass er Angst habe. Deshalb weigerte er sich auszusteigen.

“Von Anfang bis Ende eskalierten die Beamten und leiteten proaktiv Gewalt ein”, schrieben die Anwälte mit Bezug auf die Aufnahmen der Bodycams der Polizisten. Auf dem Videomaterial sei zu sehen, dass Glass seinen Wagen bis zuletzt nicht verlassen habe. Eine Stunde lang verhörten und bedrohten ihn die Polizisten. Schließlich wurde der 22-Jährige getazert und erschossen.

Schon bei Absetzen des Notrufs hatte der Mann angegeben, dass er ein Messer und einen Hammer mit sich führe. Diese habe er als Hobby-Geologe verwendet. Mehrfach bot Glass an, die „Waffen“ aus dem Fenster zu werfen. Die Polizisten lehnten ab und forderten den verängstigten Mann stattdessen auf, auszusteigen. Auf den Videos ist zu sehen, dass der 22-Jährige das wiederum verweigerte.

Die Polizeistreife ließ Verstärkung kommen und zerrte den Mann nach über einer Stunde schließlich gewaltsam aus seinem Fahrzeug. Wie die Anwälte betonen, habe dieser Übergriff den verängstigten Mann in Panik versetzt. Dieser griff dann doch nach seinem Messer und wurde umgehend von einem der Polizisten durch fünf Schüsse getötet. US-Medien zufolge ist der Polizist immer noch im Dienst.

Erneut löst damit ein Fall von tödlicher Polizeigewalt eine Diskussion in den USA aus. Die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden verteidigen die Rechte ihrer Polizisten damit, dass auch umgekehrt ein erhebliches Risiko bestehe, dass sie durch Waffengewalt getötet werden.

2 Kommentare

  1. schon wieder ein fall, in dem ein polizist einen menschen tötet.
    wenn die polizei doch mit verstärkung da war warum wurde denndann überhaupt geschossen?
    der junge mann habe doch angeboten seine waffen messer und dergleichen aus dem auto zu werfen warum hat die polizei das abgelehnt? stand beidenen von vornerein fest den mann zu erschiessen?
    in was für einer welt leben wir den eigentlich? der junge mann hat doch ausdrücklich gesagt, dass er angst habe- wenn er dann gewaltsam aus dem auto gezerrt wird ist doch klar das er sich dagegen wehren will.
    haben die polizisten in ihrer ausbildung nicht gelernt wie mann mit verängstigten personen umgehen soll?
    ich hoffe die polizisten die bei diesem einsatz dabei waren werden zur rechenschaft gezogen
    nicht wieder die aussage die polizisten fühlten sich bedroht und haben daher geschossen.
    auch die polizei sollte bei der wahrheit bleiben und nicht hinterher nach fadenscheinigen ausreden für ihr sinnloses töten suchen.
    solche polizisten sind eine gefahr für die menschheit

  2. Bitte genau lesen:
    “Dieser griff dann doch nach seinem Messer und wurde umgehend von einem der Polizisten durch fünf Schüsse getötet”
    Das sollte man nicht tun, aucvh in Deutschland NICHT !!!

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