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70 Jahre Israel im Ausnahmezustand

Am 14. Mai 1948 verkündigte David Ben Gurion im Stadtmuseum von Tel Aviv die Gründung Israels. Es sollte ein Traum in Erfüllung gehen- der Traum von einem eigenen Staat für alle Juden, die irgendwo in der Welt unter Druck stehen oder verfolgt werden.
Kaum ausgerufen, bricht ein Konflikt los, welcher bis heute andauern soll.

Als an diesem Mai vor heute siebzig Jahren die Abstimmungen stattfanden, hatte jeder wohl nicht damit gerechnet, welche Auswirkungen diese Ausrufung haben werde. Nach der Unterzeichnung, zieht sich um genau Mitternacht, die britische Streitmacht aus Palästina zurück. Darauf warteten die umliegenden arabischen Länder und erklärten Israel noch in der Gründungsnacht den Krieg. Der junge Stadt stand nun schon Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien gegenüber. Sie wollen den Staat Israel nicht akzeptieren und attackieren jüdische Stellungen.

Dabei hatten die Angreifer zuvor gewarnt, daß sie „diesen Bruch in ihrer Einheit und die Bedrohung ihrer politischen und wirtschaftlichen Eigenständigkeit nicht dulden“ würden. Weiterhin erklärten die Staaten, dass sie in den Angelegenheiten, die ihre regionalen Interessen berührten, sie ein entscheidendes Mitspracherecht hätten.

Gegenüber den Vereinten Nationen sagte der spätere irakische Premier, Mohammad Jamali,: „Deswegen widersetzen sie sich der Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina, heute oder zu jedem anderen Zeitpunkt in der Zukunft“.

Der erste israelisch-arabische Krieg dauerte 15 Monate und endete mit einer Niederlage der arabischen Staaten. Ca. 750.000 Menschen werden aus ihren Häusern in Palästina vertrieben und werden damit zu Flüchtlingen. Heute leben ca. 5 Millionen arabische Palästina-Flüchtlinge in Camps im Gazastreifen.

Im Jahre 1949 werden dann vier Waffenstillstandserklärungen zwischen Ägypten, Jordanien, Libanon und Syrien und dem jungen Staat Israel unterzeichnet. Hierbei halfen die Vereinten Nationen.

Seitdem kam es immer wieder zu Brüchen des Waffenstillstands, zu neuen Konflikten und zu mehr Leid, Vertreibung und politischen Balanceakten. Diplomatisches Geschick ist ganz besonders in diesem stetig schwelenden Konflikt eine Königsdisziplin.

Genau heute, soll in Jerusalem die Einweihung der neuen US-Botschaft in Jerusalem erfolgen. Die 70-Jahr Feier und diese Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump könnten das Fass zum Überlaufen bringen. Der Chef des Al-Qaida Netzwerks, Aiman al-Sawahiri, ruft alle Muslime zum heiligen Krieg gegen die USA auf.

Der Konflikt geht weiter – der Traum vom Frieden im Nahen Osten auch.