Ab nächster Woche: Neue Homeoffice-Pflicht

Die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen zwingt die Verantwortlichen in Berlin, auch für den Arbeitsplatz die Regeln zu verschärfen. 

Experten warnen: Geht die Entwicklung so weiter, wird es zu Weihnachten erneut hohe Corona-Todeszahlen und überlastete Intensivstationen geben.Wie aus einem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht, will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil deshalb wieder eine Homeoffice-Pflicht einführen. Vorgesehen ist demnach auch eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz.

„Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“, heißt es in dem Entwurf. „Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.“ 

Dies sei Ausdruck der Planlosigkeit der Corona-Politik, kritisierte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Markus Jerger, Medienberichten zufolge. Die Mehrzahl der Mittelständler habe längst individuelle betriebliche Lösungen gefunden.“Für ganze Branchen, etwa im Einzelhandel oder in Handwerksbetrieben war und ist Homeoffice ohnehin nicht praktikabel“, sagte Jerger: „Deshalb sagen wir Nein zu einer Wiederauflage der Homeoffice-Pflicht.“

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Katja Mast, teilte mit: „Die erneute geplante Homeoffice-Pflicht ist richtig. Vermehrtes Homeoffice und 3G am Arbeitsplatz helfen, die vierte Welle zu brechen – auch um diejenigen zu schützen, die nicht zu Hause arbeiten können.“ 

Der Entwurf muss nun noch in den Fraktionen der möglichen künftigen Ampel-Regierung (SPD, Grüne und FDP) besprochen werden. Allerdings stehen die Zeichen schon fast auf grün, dass sich die Ampel-Koalition auf die Beschlüsse einigen wird und ir Gesetzentwurf bis Ende dieser Woche Bundestag und Bundesrat passieren wird. 

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