

Das Auswärtige Amt warnt alle Reisenden: Die Infektionen mit einem gefährlichen Virus haben sich in Griechenland in letzter Zeit mehr als verdoppelt, und es ist derzeit größte Vorsicht geboten.
Millionen von Urlaubern zieht es diesen Sommer nach Griechenland und auf seine unzähligen schönen Inseln. Doch wie das Auswärtige Amt warnt, lauert dort eine heimtückische Gefahr. Griechenland meldet einen besorgniserregenden Anstieg der Infektionen mit dem West-Nil-Fieber.
Starker Anstieg der Infektionen
Allein in den letzten zwei Wochen hat sich die Zahl der gemeldeten Fälle mehr als verdoppelt. Während Ende Juli noch 42 Fälle bekannt waren, wurden inzwischen 110 Fälle registriert (Stand: 12. August 2026). Davon erkrankten laut Angaben der Behörden 81 Menschen an einer schweren Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dazu zählten Enzephalitis, Meningitis und andere neurologische Komplikationen. Bislang sind neun Menschen gestorben.
WHO gibt Warnung heraus
Die WHO hatte bereits zu Beginn dieses Sommers aufgrund von Besorgnis über das vermehrte Auftreten des Virus in europäischen Urlaubsländern eine Warnung herausgegeben. Unter anderem wurden Warnungen für Italien, Rumänien und Nordmazedonien sowie für Griechenland ausgesprochen.
Wie das RKI erklärt, verlaufen viele Infektionen mit dem West-Nil-Fieber harmlos. Etwa jeder fünfte Infizierte entwickelt grippeähnliche Symptome. In seltenen Fällen jedoch, in denen das Virus das zentrale Nervensystem befällt, kann die Infektion lebensbedrohlich werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
So können Sie sich schützen
Das West-Nil-Fieber wird durch den Stich einer Mücke übertragen, die das Virus in sich trägt. Dazu gehören mehrere weit verbreitete Mückenarten, die das Virus von infizierten Vögeln aufnehmen. Wenn Sie in ein Land reisen, in dem das Virus als Gefahr bekannt ist, sollten Sie sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Mückenstiche zu vermeiden:
Tragen Sie lange Kleidung, wenn Sie früh morgens oder am späten Nachmittag/Abend nach draußen gehen, sowie immer dann, wenn Sie einen Spaziergang in der Natur unternehmen.
Tragen Sie reichlich Mückenschutzmittel auf und denken Sie daran, es in regelmäßigen Abständen erneut aufzutragen – besonders an heißen Tagen, an denen Sie schwitzen.
Symptome des West-Nil-Fiebers
Die meisten Menschen, die sich mit dem West-Nil-Virus infiziert haben, zeigen keine Symptome. Etwa ein Fünftel entwickelt innerhalb von 2 bis 14 Tagen nach einem Mückenstich eine leichte, grippeähnliche Erkrankung, das sogenannte West-Nil-Fieber, und leidet unter Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und manchmal einem Hautausschlag an Brust, Bauch oder Rücken. Auch geschwollene Lymphknoten, Erbrechen und Durchfall können auftreten. In der Regel klingen leichte Infektionen von selbst ab, wenn man sich ausruht und ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Sie sollten jedoch sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie schwere neurologische Symptome wie hohes Fieber, Nackensteifigkeit oder Verwirrtheit bemerken oder andere Anzeichen auftreten, die Ihnen Sorgen bereiten.