BBK warnt Bevölkerung: Stocken Sie auf!

Erneut ist es zu versuchten Anschlägen und Bränden in der deutschen Stromversorgung gekommen und hierzulande sorgt man sich zunehmend darüber, was bei einem Blackout wirklich geschehen wird. Die moderne Gesellschaft ist völlig auf den Zugriff auf Elektrizität aus der Steckdose angewiesen, und sollte es zu einem umfassenden, möglicherweise bundesweiten Stromausfall kommen, sind die wenigsten Haushalte ausreichend auf das Leben ohne Elektrizität vorbereitet. Jetzt hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Warnung an die Bevölkerung herausgeschickt, in der es dazu auffordert, einen „lebendigen Vorrat“ anzulegen. 

Gute Vorbereitung kann Leben retten

Lebendiger Vorrat gemäß dem BBK bedeutet nicht, dass man Hühner im Garten oder Fische in der Badewanne für den Notfall aufbewahren sollte. Stattdessen soll ein Vorrat an Lebensmitteln stocken, der sich natürlich in die alltägliche Versorgung des individuellen Haushalts einfügt und deshalb regelmäßig verbraucht und wieder aufgestockt wird. Zu den empfohlenen Lebensmitteln, die sich in größerem Maße als bisher in Vorratsschränken oder Kellerräumen stapeln sollten, gehören: 

  • Konserven mit Obst und Gemüse
  • H-Milch
  • Pumpernickel
  • Zwieback
  • Müsliriegel
  • Reiswaffeln
  • Schokolade
  • Dosenfleisch
  • Nudeln
  • Reis
  • luftgetrocknete Salami
  • Speiseöl
  • Eventuell Eingemachtes

Gleichzeitig veröffentlicht das BBK auch einen Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, um den notwendigen Vorrat für den individuellen Haushalt zu berechnen. Demnach benötigt eine Person für drei Tage folgende Mengen: etwa sechs Liter Wasser, ein Kilogramm Brot, Getreide und/oder Kartoffeln, 1,2 Kilogramm Gemüse, 0,75 Kilogramm Obst, 0,75 Kilogramm Milchprodukte, 0,4 Kilogramm an proteinhaltigen Nahrungsmitteln wie Eiern, Fleisch, Wurst, Fisch oder Tofu sowie 100 Gramm Fette oder Öl. 

Nicht nur Nahrungsmittel 

Neben den Lebensmitteln sollten Haushalte auch einen vom Stromnetz unabhängigen Gas- oder Campingkocher aufbewahren. Hinzu kommen Kerzen, batteriebetriebene Lampen (mit ausreichenden Batterien) und wie die meisten während der Pandemie schmerzhaft entdecken mussten: ein guter Vorrat an Toilettenpapier. Die meisten Wasserwerke in Deutschland haben zwar ihrer lokalen Bevölkerung versichert, dass die Wasserversorgung auch während eines Stromausfalls gesichert ist, aber dennoch lohnt es sich, etwas mehr Trinkwasser als gewöhnlich aufzubewahren.

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Alexander Grünstedt