Bombendrohungen gegen mehrere Gesundheitsämter

In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern haben Unbekannte am vergangenen Freitag Bombendrohungen gegen Gesundheitsämter gerichtet. Laut diversen Behördenangaben sind die Hintergründe bislang gänzlich unklar und werden vom zuständigen Staatsschutz geprüft.

Aufgrund der Bombendrohung im westfälischen Olpe wurde die entsprechende Gesundheitsbehörde am späten Freitagabend vorübergehend geräumt. Dies teilte die Polizei am gestrigen Samstag mit. Im Anschluss durchsuchten Polizeikräfte und Sprengstoffspürhunde das Gebäude, in dem auch die Rettungsleitstelle des Kreises untergebracht ist. Nachdem jedoch kein Sprengstoff gefunden werden konnte, wurde das Gebäude wieder freigegeben und die Polizei leitete gegen den anonymen Anrufer ein Strafverfahren ein.

Auch im nordrhein-westfälischen Köln wurde am Freitagabend per Telefon mit einer Bombe gedroht. Allerdings wurde der Anruf nicht als ernsthafte Bedrohung eingeschätzt, wie ein Sprecher der örtlichen Polizei mitteilte. Der Staatsschutz ermittelt nun dennoch.

Den Angaben zufolge sollen ähnliche Drohungen auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens eingegangen sein. Einzelheiten sind dazu bisher allerdings noch nicht bekannt.

Und auch in Mittelfranken lösten zwei ähnliche Anrufe in der Nacht zum Samstag Einsätze aus. In Ansbach ging eine Drohung gegen das Gesundheitsamt ein. In Folge mussten rund 30 Anwohner vorsorglich ihr Zuhause verlassen. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung weder verdächtige Gegenstände noch verdächtige Personen.

Zusätzlich ging im bayrischen Nürnberg in der Nacht zu Samstag ein Drohanruf bei der Polizei ein. Dieser richtete sich gegen ein Wohn- und Geschäftshaus und nicht gegen das örtliche Gesundheitsamt. Die Polizei sperrte das Gebäude daraufhin ab und durchsuchte die Räume im Detail. Auch hier handelte es sich lediglich um eine Drohung und nicht um die Realität.
Die Ermittlungen zu diesen Fällen dauern an.

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