

Plötzlich wurde ein Albtraum zur tödlichen Realität: eine blutige Tragödie, die keiner der Besucher, die Zeuge davon wurden, verhindern konnte. Wie es überhaupt zu diesem tödlichen Vorfall kommen konnte, ist nun Gegenstand offizieller Ermittlungen.
Schock und Entsetzen herrschen heute in Großbritannien. Im Yorkshire Wildlife Park wurde ein junger Mann vor den Augen zahlreicher Besucher von einem Tiger zerfleischt. Bislang ist der Vorfall noch immer von Rätseln umgeben.
Blutiges Drama im Wildlife Park
Am Samstagnachmittag um 13:35 Uhr ging bei der Yorkshire-Polizei ein verzweifelter Notruf aus dem Zoo ein. Ein Mann hatte sich irgendwie Zugang zum Tigergehege verschafft. Er trug einen schwarzen Kapuzenpulli und eine helle Hose und tauchte plötzlich einfach auf. Augenzeugen beschrieben ihn als sichtlich aufgebracht. Er hätte nicht dort sein dürfen. Der Tiger zeigte keine Gnade.
Augenzeugen zufolge griff die große Raubkatze ihn von hinten an, biss ihm in den Rücken und stieß ihn zu Boden. Der Wildlife Park ergriff sofort Maßnahmen. Wie die „Daily Mail“ berichtet, wurden Gaspatronen abgefeuert, um den Tiger in den hinteren Teil des Geheges zu verscheuchen. Der junge Mann hatte jedoch bereits tödliche Verletzungen erlitten. Als die Rettungskräfte eintrafen, wurde er noch am Unfallort für tot erklärt.
Im Anschluss errichteten Mitarbeiter schwarze Abschirmungen um das Tigergehege, und der Zoo wurde vollständig evakuiert. Die Polizei hat versichert, dass keine weitere Gefahr für die Öffentlichkeit besteht. Der Yorkshire Wildlife Park bleibt jedoch bis auf Weiteres geschlossen.
Vorfall weiterhin von Rätseln umgeben
Laut einem Polizeisprecher „ist die Familie des Mannes informiert und wird von spezialisierten Beamten betreut.“ Was ihn dazu veranlasst hat, sich in das Tigergehege zu begeben, ist für alle Beteiligten jedoch unergründlich und wird nun Gegenstand von Ermittlungen sein.
Auf Fotos des Geheges auf der Website des Parks sind ein hochgelegener Besucherweg und ein Zaun über dem Bereich zu sehen, in dem sich die Tiger frei bewegen können. Der Yorkshire Wildlife Park hat inzwischen bestätigt, dass den Tieren bei dem Vorfall kein Schaden zugefügt wurde. In dem Gehege befanden sich zwei Amur- (Sibirische) Tiger – ein Männchen und ein Weibchen. Sie gelten als stark vom Aussterben bedroht; Schätzungen zufolge leben nur noch etwa 500 Exemplare in freier Wildbahn. Berichten zufolge handelte es sich bei dem beteiligtem Tier um das Männchen Altai.
Der Vorfall erinnert an eine frühere Tragödie, die sich letztes Jahr in einem Zoo in Brasilien ereignete, als ein junger Mann sich Zugang zum Löwengehege verschaffte. Genau wie der Tiger hatte auch die Löwin zuvor keinerlei aggressives Verhalten gezeigt. Angesichts eines Eindringlings blieb ihr jedoch nur eine Reaktion. Auch dieser Vorfall endete tödlich. Für die Löwin gab es keine Folgen.