Bundespolizei warnt: Großfahndung in Norddeutschland

Wer heute in Norddeutschland unterwegs ist, muss sich auf ein Großaufgebot der Polizei im Stadtbild gefasst machen. Auch Bahnhöfe, Flugplätze und Verkehrsknotenpunkte werden maßgeblich von dem Riesenaufgebot an Polizeibeamten beeinträchtigt. Es empfiehlt sich deshalb, in den betroffenen Gebieten seinen Personalausweis oder einen anderen Identitätsnachweis mit sich zu führen. 

Der Grund für das enorme Polizeiaufgebot sind weder Terror- und Bombendrohungen, noch erwartet Ausschreitungen unzufriedener Jugendliche. Stattdessen warnt die Bundespolizei die Einwohner von Hamburg, Bremen und Niedersachsen vor einem großangelegte Fahndungstag, der sich nicht auf eine einzige Bedrohung bezieht, sondern auf die Kriminalität im Allgemeinen, die die betroffenen nördlichen Großstädte in ihrem eisernen Griff hält. 

Fahndungstag gegen Kriminalität in Großstädten 

Laut Angaben der Bundespolizei sind alle sieben Dienststellen im Norden Deutschlands an dem Einsatz beteiligt. Die Aktion soll den ganzen Tag über vorgenommen werden, aber ein besonderer Schwerpunkt wird auf den Nachmittag und Abend gelegt. Dabei sollen Passanten in Innenstädten, an Bahnhöfen und auf Flugplätzen genauer unter die Lupe genommen werden, um Personen, nach denen bereits gefahndet wird, ausfindig zu machen und um eventuelle Straftaten zu verhindern. “Mit unserem direktionsweiten Fahndungstag möchten wir neben der Feststellung von gesuchten Personen auch präventive Effekte erzielen. Durch das abgestimmte Vorgehen unserer Dienststellen in drei Bundesländern konzentrieren wir unsere Maßnahmen an Orten, wo täglich zahlreiche Menschen unterwegs sind”, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol. 

Reisende im Fokus der polizeilichen Maßnahmen 

Pendler und Reisende werden besonders von den erhöhten Sicherheitskontrollen betroffen sein, denn der Bundespolizei liegen der Schutz der Grenzen und des Bahn- und Luftverkehrs am Herzen. Striktere Maßnahmen sollen in der heutigen Aktion gegen Eigentums- und Gewaltkriminalität, illegale Migration sowie politisch motivierte Kriminalität an den Tag gelegt werden. „Die Sicherheit der Reisenden hat für uns die höchste Priorität. Über unseren täglichen Einsatz hinaus, werden wir durch verschiedene Schwerpunktmaßnahmen für die Menschen in Bremen, Hamburg und Niedersachsen wahrnehmbar und ansprechbar sein“, sagte Schuol. 

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Alexander Grünstedt