Corona-Ausbruch in Pflegeheim trotz Impfung

In einem Pflegeheim in Niedersachsen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 14 Seniorinnen und Senioren sind infiziert. Sie alle hatten erst vor kurzem die zweite Impfdosis erhalten. Es handelt sich um die britische Corona-Variante B.1.1.7.

In einem Altenheim in Belm (Landkreis Osnabrück in Niedersachsen) haben sich 14 Bewohner mit der britischen Corona-Mutation B1.1.7 infiziert. Alle Infizierten sind geimpft und hatten am 25. Januar bereits die zweite Impfdosis gegen Covid-19 erhalten. Das teilte der Landkreis Osnabrück am Sonntag mit.

Alle Bewohner, deren Angehörige, die Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt. In der Zwischenzeit untersuchen die Gesundheitsbehörden den Fall.

Der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff versicherte: Bislang zeigten alle Infizierten nur asymptomatische oder leichte Verläufe. Dass sich bisher kein schwerer Verlauf eingestellt habe, könne die Wirkung der Impfung sein, vermutete der zuständige Amtsarzt. Vor dem Ausbruch waren die Senioren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Sars-CoV-2 immunisiert worden.

Der Ausbruch war bei den täglichen Schnelltests der Mitarbeiter entdeckt worden. Am 2. Februar wurde so der erste Fall sichtbar. Danach wurden alle Bewohner komplett getestet und die Ergebnisse typisiert. Bei 14 Bewohnern war die britische Corona-Variante B1.1.7 nachgewiesen werden.

Weiterer Corona-Ausbruch nach Impfung in Hessen

Auch in Hessen sind geimpfte Bewohner eines Pflegeheims positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt haben sich 32 der Bewohner sowie 19 Mitarbeiter mit Corona infiziert. 33 der Infizierten hatten bereits am 8. Januar die erste Impfdosis gegen das Virus erhalten. Die zweite Impfung hätte diese Woche stattfinden sollen, wurde aber wegen des Ausbruch vorläufig verschoben. Unklar ist bislang, ob es sich bei diesem Ausbruch in Solms nahe Wetzlar um das ursprüngliche Virus oder eine der Mutanten handelt.

„Bisher geht es allen Infizierten den Umständen entsprechend gut, es musste noch niemand ins Krankenhaus“, erklärte ein Sprecher der „Victor‘s Group“, welche die Einrichtung im Lahn-Dill-Kreis betreibt, gegenüber dem Hessischen Rundfunk. Medienberichten zufolge kam auch hier der Impfstoff von Biontech/Pfizer zum Einsatz.

Der Betreiber des Heims hofft, dass die Impfung dazu beitrage, einen schweren Verlauf zu verhindern. „Das ist unsere Vermutung, weil der Impfstoffhersteller eine Schutzquote von bis zu 50 Prozent nach der ersten Impfung angegeben hat und wir davon ausgehen können, dass Antikörper bereits gebildet wurden, wenn auch womöglich nicht in ausreichender Zahl“, sagte der Pressesprecher der „Victor‘s Group“.