Corona-Wahnsinn wird normalen Schulbetrieb auch im Herbst verhindern

In Deutschland beginnen nach und nach die Sommerferien. Nach ihnen hoffen Millionen Eltern im Land auf einen wieder normalen Schulbetrieb. Wissenschaftler Christian Drosten jedoch warnt, dass es keine „virusfreien“ Schulen geben werde.

Seit dem 05. Mai seien die Infektionen bei Kindern um 52 Prozent gestiegen. Dies twitterte die Politikwissenschaftlerin Elvira Rosert. Bei ihren Angaben bezieht sie sich auf das Corona-Update des Robert-Koch-Instituts (RKI). Zum Vergleich: Die Gesamtinfektion seit dem 05. Mai beträgt nur 16,5 Prozent. Während die Gesamtanzahl an Neuinfektionen also sinkt, steigt die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern.

Die Reaktionen in der Bevölkerung sind zu dieser Tatsache gemischt. So fordert ein Twitter-Nutzer: „Ich befürchte dass man in Bezug auf Kinder in der Coronakrise ähnliche Irrtümer angenommen hat, als zu Beginn bei den Masken. Deshalb: testen testen testen und dadurch neue Erkenntnisse gewinnen sowie die Reaktionszeit für Schutzmaßnahmen verkürzen“. Ein anderer fügt hinzu: „Und man bedenke, dass Kinder auch viel seltener getestet werden, da „etwas krank“ bei ihnen ja „normal“ ist.“

Auch der Charité-Virologe hat sich zu dieser Diskussion mittlerweile geäußert. „Dies heißt natürlich nicht, dass Kinder nun plötzlich die Epidemie antreiben. Aber die Vorstellung von virusfreien Schulen im Herbst muss man wohl überdenken. Es gibt eben auch bei geringer Inzidenz eine Diffusion in alle Altersgruppen. Damit starten wir in den Herbst“, heißt es in dem Tweet.

Die allgemeine Meinung lautet: Schulöffnungen ohne vernünftiges Konzept seien gefährlich. Doch genau dieses Konzept scheint nach wie vor zu fehlen und auch digitaler Unterricht ist für viele Einrichtungen immer noch ein Fremdwort.
Bleibt zu hoffen, dass sich das zuständige Ministerium und die einzelnen Schulen nun endgültige Gedanken über einen funktionierenden Unterricht machen, damit nach den Sommerferien trotz Virus wieder Normalität einkehrt.