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Darum singt Özil die Nationalhymne nicht mit

Wie auch in der Vergangenheit sind Mesut Özil auch bei dieser WM die Nationalhymne vor dem Spiel nicht mit. Jetzt offenbarte er, warum eigentlich.

Seit den rund 10 Jahren als Nationalspieler zeigt Özil immer wieder das gleiche, verwirrende Bild vor Spielbeginn. Während die anderen Spieler seiner Mannschaft zur deutschen Nationalhymne ansetzen – manche laut, manche zurückhaltender – schweigt Mesut Özil und schaut in den Himmel. Dieses Verhalten trifft auf Unverständnis. Man wirft ihm vor, er würde sich nicht mit Deutschland identifizieren.

Das war schon vor 10 Jahren Thema und ist es heute mehr denn je. Besonders angesichts des Erdogan-Skandals erntet der Profi-Fußballer heftige Kritik für sein Verhalten. Nun endlich die Erklärung: „Während die Hymne gespielt wird, bete ich“. Zu Anfang seiner Karriere hatte Özil bereits erklärt: „Obwohl ich nicht mitsinge, identifiziere ich mich hundertprozentig mit Deutschland.“ Begründen wollte er sein Schweigen damals jedoch nicht. Die Erklärung gab Mesut Özil erst kurz vor der diesjährigen WM dem Magazin „Mission Titelverteidigung“ preis: „Während die Hymne gespielt wird, bete ich. Und ich bin sicher, dass diese Einkehr mir und damit auch meiner Mannschaft Kraft und Zuversicht gibt, um den Sieg nach Hause zu fahren.“ Das könnte die Nationalmannschaft heute auch wirklich brauchen.

Wenn die Deutsche Mannschaft im Schweden-Spiel keine bessere Leistung zeigt als bisher, bedeutet es das Ende für den Weltmeister Deutschland. Gegen die Schweden, die selbst sehr defensiv spielen, setzt Jogi Löw deshalb auf eine starke Offensive. Allerdings sieht er hier auch noch viel zu tun: „Wir hatten keine Wege in die Tiefe. Das betrifft alle Offensivspieler.“ Gegen Mexiko spielte die deutsche Mannschaft immer wieder um den mexikanischen Strafraum herum, nur rein kam der Ball so gut wie nie. Deshalb ist Jogis neue Aufstellung vor dem Schwedenspiel sehr brisant.

Deutschland hat mit Timo Werner einen phänomenal schneller Stürmer an der Spitze. Nur muss dieser angespielt werden, damit er in Aktion treten kann. Bisher mangelte es an diesem Zusammenspiel. Die Rettung könnte Mario Gomez sein, der als Anspielstation seines Gleichen sucht. Gomez behauptet den Ball auch unter Druck und bringt ihn mit wenigen Kicks zum nachrückenden Mittelfeldspieler. Vielleicht soll aber auch das Duo Müller Özil alles retten. Werner hat diese Option gegenüber t-online.de bereits bei der WM-Vorbereitung vermutet: „Das kann ich mir gut vorstellen, wir kennen das System mit zwei Spitzen ja beide aus unseren Vereinen.“