Deutschland ist frei von Corona-Hotspots

Die täglichen Corona-Neuinfektionen sind in Deutschland seit den Sommerferien konstant hoch, da insbesondere Besucher von Familienfeiern und Urlaubsrückkehrer das Virus stark verbreiteten und die kritische Grenze der Fallzahlen häufig durchbrochen wurde.

Die gute Nachricht ist, dass es in der gesamten Bundesrepublik derzeit keinen einzigen Corona-Hotspot mehr gibt und die 7-Tage-Inzidenz (Infektionen pro 100 000 Einwohner) bei 9,3 liegt. Dies geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts hervor. Erst wenn in einem Landkreis die Neuinfektionen die 50er-Marke überschreitet, wird der kritische Bereich mit neuen Maßnahmen zur Eindämmung erreicht.

Fast alle Landkreise übermittelten in der vergangenen Woche neue Fälle. Lediglich aus 20 erhielt das RKI keine neuen Fälle. Dies war zuletzt am 16. Juni vor dem Ferienbeginn der Fall. So liegen nun 142 Landkreise unter einer 7-Tage-Inzidenz von 5 und keiner überschreitet die kritische Marke. Als Erklärung kann man das Ende der Sommerferien in Betracht ziehen. „In der 35. Kalenderwoche ist die kumulative COVID-19-Inzidenz der letzten 7 Tage nach einem starken Anstieg zwischen der 29. und 34. Kalenderwoche leicht gesunken“, so das RKI. Trotzdem sei die Lage „weiterhin beunruhigend“.

Auffällig ist, dass in der vergangenen Woche 8738 Fälle übermittelt wurden, 9345 waren es die Woche zuvor. Das bedeutet, dass besonders die Infektionen durch Reiserückkehrer zurückgeht. Auch die Landkreise mit den meisten Infektionen, wie Trier-Saarburg (40,9), Ingolstadt (39,4), Heilbronn (35,7), Rosenheim (31,6) und Weißenburg-Gunzenhausen (36,0) liegen alle stabil unterhalb der kritischen Schwelle. Dies war in den vergangenen Wochen noch anders.

Rosenheim war in der vergangenen Woche mit 52,1 noch über der Marke, Wiesbaden mit 44,2 knapp darunter. Zuvor lag der deutsche Hotspot noch in Offenbach mit 52 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Daraus lässt sich ablesen, dass nun bundesweit die Neuinfektionen nach den Ferien langsam fallen und keine neuen Hotspots entstehen. Aber in mehreren Landkreisen sind die Zahlen erhöht, denn das Virus schlägt verteilt in verschiedenen Regionen zu und nicht besonders hart an speziellen Orten. Hier zeichnet sich ein klares Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden ab, die Schwerpunkte sind dabei die Großstädte.

Dabei liegen Bayern mit 14,1, Baden-Württemberg mit 13,9, Bremen mit 13,2 Berlin mit 11,6 und Hessen mit 11,6 über dem bundesdeutschen Schnitt. In Mecklenburg-Vorpommern mit 0,7 und 11 neuen Fällen, Brandenburg mit 2,0 und 50 sowie Sachsen-Anhalt mit 2,2 und 48 neuen Fällen liegen die Zahlen besonders niedrig. Es zeigt sich, dass die Infizierten-Zahlen konstant bleiben und es keinen exponentiellen Anstieg gibt.

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