Dieser Euro-Schein wird bald verschwinden

Am kommenden Freitag, den 26. April wird ein Euro-Schein aus ausrangiert. Das bedeutet für den Verbraucher, dass die deutsche Notenbank den Schein ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ausgibt. Eine Entwarnung gibt es dennoch.

Am Freitag, den 26. April wird die Ausgabe des 500-Euro-Scheins beendet. Die deutsche Notenbank wird den Schein von diesem Zeitpunkt an nicht mehr in Umlauf bringen. Wer den Schein noch zuhause hat, muss trotzdem keine Sorge haben: Der pinke Schein bleibt als gesetzliches Zahlungsmittel gültig und soll auf unbegrenzte Zeit umtauschbar sein. Nur wer keine 500-Euro-Scheine besitzt, aber ein Exemplar davon retten möchte, sollte sich diese Woche noch darum kümmern.

Europäische Zentralbank bestimmte das Aus für 500-Euro-Scheine
Bereits Anfang Mai 2016 hatte die Europäische Zentralbank entschieden, die Produktion und Ausgabe des pinkfarbenen Scheins „gegen Ende des Jahres 2018“ einstellen zu lassen. Die meisten Länder im Euroraum hatten die Ausgabe bereits am 26. Januar beendet. Österreich und Deutschland hatten sich hingegen für ein späteres Ende des 500-Euro-Scheins entschieden. Warum? Die nationalen Notenbanken in der Bundesrepublik und in Österreich hatten die meisten 500-Euro-Noten in Umlauf gebracht. Darum hat man entschieden, dass diejenigen, die am meisten 500-Euro-Scheine ausgeben, etwas länger Zeit bekommen“, erläuterte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann vor kurzem gegenüber der FAZ. „Es ist ein größerer logistischer Aufwand, einen Fünfhunderter durch fünf 100-Euro-Scheine oder andere Stückelungen zu ersetzen.“

Bargeld zur Finanzierung von Schattenwirtschaft und Terror
Kritiker der großen Scheine gingen davon aus, dass durch eine Abschaffung der 500-Euro-Banknoten Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit eingedämmt werden könne. Die Bundesbank steht dieser These skeptisch gegenüber. Es fehle „weiter am empirischen Nachweis, dass durch Maßnahmen wie die Abschaffung von Banknoten mit hohem Nennwert oder die Einführung von Barzahlungsobergrenzen tatsächlich Steuerhinterziehung und andere kriminelle Aktivitäten effektiv bekämpft werden können“, ließ die deutsche Notenbank im Monatsbericht für März verkünden. Gemäß einer Modellrechnung der Bundesbank würde Bargeld generell nur zu einem geringen Teil missbräuchlich in der sogenannten Schattenwirtschaft genutzt. Der Bundesbank-Analyse zufolge lassen sich im Schnitt etwa 14 Prozent der Bareinzahlungen in Bundesbank-Filialen „indirekt auf die Schattenwirtschaft zurückführen“. Genaue Zahlen seien jedoch schwierig zu ermitteln, geben die Experten zu.

Neue Scheine zum 28. Mai 2019
Während die 500-Euro-Scheine ganz verschwinden, werden die 100- und 200-Euro-Scheine in naher Zukunft ausgetauscht. Zum 28. Mai werden die neuen Scheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen ausgegeben.