

Erst die Hitze, und jetzt das: Schwere Gewitter, begleitet von Starkregen, Sturmböen und Hagel, ziehen auf. Der DWD hat für die kommenden Stunden für Teile des Landes die Alarmstufe Rot ausgegeben. Und weitere Unwetter sind im Anmarsch.
Die Hitzewelle hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Eine willkommene Abkühlung steht bevor, doch leider bringt sie auch die Wahrscheinlichkeit von hochgefährlichen Wetterbedingungen mit sich.
Alarmstufe Rot heute Abend
Die ersten Gewitter ziehen bereits heute Abend auf. Vor allem Teile im Norden und Westen des Landes dürften betroffen sein: Im Raum Schwerin und nordwestlich entlang der Elbe färben Rot und Orange die Warnkarte. Nach Angaben des DWD ist in den kommenden Stunden mit schweren Gewittern mit heftigen Regenfällen und Hagel bis zu 3 cm zu rechnen. Die Niederschlagsmengen könnten bis zu 40 l/m² pro Stunde erreichen. Sturmböen könnten Geschwindigkeiten zwischen 70 und 85 km/h erzielen.
Den Anwohnern der betroffenen Gebiete wird dringend empfohlen, im Vorfeld sicherzustellen, dass alle losen Gegenstände im Freien gesichert sind. Bei Aktivitäten im Freien unter widrigen Wetterbedingungen ist größte Vorsicht geboten.
Achtung: Ab Dienstag breiten sich Gewitter aus
Am Dienstag ist in weiteren Gebieten mit Gewittern zu rechnen. Der Meteorologe Jan Schenk spricht gegenüber dem „Focus“ von einer Superzellen-Gefahr: Vor allem Baden-Württemberg und Bayern dürften stark betroffen sein. Schenk warnt vor möglichen Sturmböen von bis zu 110 km/h sowie vor örtlichem Starkregen und Hagel. Die Gewitter werden voraussichtlich nicht lange anhalten, können sich aber sehr plötzlich zusammenbrauen. Den Anwohnern wird empfohlen, regelmäßig die lokalen Wetterwarnungen zu überprüfen.
Unterdessen bleibt es in anderen Teilen des Landes weiterhin brütend heiß: Vor allem im Westen und Südwesten werden die Temperaturen voraussichtlich mindestens bis Donnerstag über 30 °C liegen.
Abkühlung und Gewitter bundesweit am Freitag
Am Donnerstagabend werden an deutlich mehr Orten Gewitter erwartet: Ein großes Gewittertief zieht aus Frankreich herüber und bringt von Südwesten nach Nordosten über weite Teile Deutschlands Unwetter mit sich. Der Freitag wird für einen Großteil des Landes höchstwahrscheinlich ein Tag voller Unwetterwarnungen sein. In diesem Zeitraum dürften die Temperaturen um 5 bis 10 °C sinken. An einigen Orten könnten die Werte sogar unter 20 Grad fallen.
Den Bürgern wird dringend empfohlen, die lokalen Wetterberichte zu verfolgen und mögliche Wetterwarnungen zu beachten. Die WarnWetter-App des DWD (verfügbar für Android und iOS) kann ebenfalls wertvolle Warnungen vor gefährlichen Wetterbedingungen in Ihrer Region liefern.
Für das Wochenende sieht es jedoch deutlich besser aus: Schenk prognostiziert eine allgemeine Entspannung der Lage ab Samstag, begleitet von kühleren Temperaturen und wechselhaftem Wetter.