Eilmeldung: Rückruf und Gefahrenwarnung zu Raclette und Fondue

Viele Familien feiern Silvester mit Raclette oder Fondue. Aus diesem Anlass wurden nun dringende Warnungen veröffentlicht. Es besteht ein Rückruf für ein Raclette des Herstellers NEDIS. Außerdem warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) vor einem falschen Umgang mit Raclette und Fondue.

Der Hersteller NEDIS informierte vor wenigen Stunden über einen Rückruf des Gourmets / Raclette Sets der Marke NEDIS. Besitzer des Artikels sollen diesen nicht mehr benutzen. Es besteht eine Sicherheitsgefahr. An die Zwischenhändler schrieb NEDIS: „Bitte STOPPEN Sie den Verkauf des Produkts und kontaktieren Sie uns per E-Mail“.

Aufgrund eines Produktionsfehlers ist das Heizelement des Geräts nicht so sicher, wie es sein sollte. Es besteht die Gefahr eines Kurzschlusses. Dabei kann nicht nur das Gerät selbst kaputtgehen. Im schlimmsten Fall droht denen, die das Raclette gerade benutzen, sogar ein Stromschlag.

Die genaue Artikelbeschreibung lautet: „Gourmet / Raclette“ mit dem Artikelcode: FCRA200FBK6, der EAN 5412810334728 und der Chargen-Nummer 11125/2103110015.

Wer bereits ein solches Gerät besitzt, kann es bei der Verkaufsstelle gegen volle Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben.

RKI-Warnung zu Raclette und Fondue
Das RKI warnt außerdem vor einer erhöhten Infektionsgefahr bei Raclette und Fondue. Dabei geht es nicht, wie man vielleicht erwarten würde, um Corona, sondern um krankmachende Bakterien.

Eine Studie im November stellte nämlich einen Zusammenhang zwischen Magen-Darmerkrankungen und Fondue oder Raclette-Abenden fest. Insbesondere, wenn bei dem Festschmaus Hühnerfleisch zur Anwendung kam, zeigte sich unter Studienteilnehmern ein signifikanter Anstieg an Infektionen mit Bakterien, die Durchfall und Magenbeschwerden verursachen.

Der Grund: Rohes Hühnerfleisch ist oft mit Bakterien verunreinigt, die Magen-Darmerkrankungen verursachen können. Bei Raclette und Fondue wird das Fleisch zwar in der Regel nicht roh gegessen. Es steht jedoch oft roh auf dem Tisch und kommt mit dem Teller, dem Besteck, den Fingern oder anderen Speisen in Berührung. Von dort aus können die Bakterien dann eben doch lebendig im Mund landen, auch wenn das Fleisch letztlich gegart wird. Darüber hinaus neigen insbesondere Kinder dazu, ihr Fleisch in der Aufregung doch nicht komplett durchgaren zu lassen.

Daher rät das RKI dazu, einige Hygieneregeln bei dem Festessen zu beachten. Achten Sie insbesondere darauf, dass die Kühlkette von servierten Rohspeisen nicht unterbrochen wurde. Fleisch sollte gut durchgegart werden und in rohem Zustand nicht mit Essbesteck oder anderen Lebensmitteln in Berührung kommen. Wer es mit den Fingern berührt, sollte sich gründlich die Hände waschen.

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