Er verlor sein Vermögen – Ex-Millionär seit 20 Jahren alleine auf einer Insel

Der 73-jährige David Glasheen war einer der reichsten Männer Australiens. Er hatte geschätzte 24 Millionen Euro und alles was man sich wünschen kann. Doch dann kam im Jahr 1987 der Börsen-Crash und David verlor sein komplettes Vermögen.

Nachdem er kein Geld mehr hatte, hat ihn seine damalige Frau verlassen und David stand vor dem Nichts. Er entschied sich auf die Insel Restoration Island auszuwandern, welche 787 Kilometer entfernt von der nächsten Großstadt Cairns liegt.

Er führt ein Leben wie die Roman-Figur Robinson Crusoe. Alleine auf einer Insel, ohne Strom oder fließendem Wasser. Ernähren tut er sich hauptsächlich von dem was ihm die Insel bietet. Wenn man ihn fragt, so ist er sich sicher, dass er im Paradies auf Erden lebt: „Natürlich vermisse ich gute Gespräche und sozialen Kontakt. Ich würde mein Leben hier dennoch niemals eintauschen wollen.“ Er nennt eine Holzhütte sein Zuhause und hat seinen treuen Hund Polly bei sich.


Obwohl es auf der Insel gefährliche Raubtiere und Pflanzen gibt, fühlt er sich so sicher wie noch nie in seinem Leben, denn hier müsse er nie vor einem Terrorangriff Angst haben. „Ganz egal wie alt du bist, du willst immer sicher in deinem Bett einschlafen können“.

Dem Geld trauert der gebürtige Irländer nicht nach. Für ihn ist klar, dass Geld die Menschheit krankmacht. „Ich verlor damals alles und überlegte ernsthaft, mein Leben zu beenden.“ Soziale Kontakte hat er praktisch keine und das ist etwas, was ihm ab und zu fehlt: „Ein paar Frauen, die mich hier ein- bis zweimal im Jahr besuchen. Das wäre perfekt!“

Ganz abgeschnitten von der Außenwelt ist er nicht. Glasheen hat sich eine eigene Internetverbindung gebaut und Strom erzeugt er mit seinen Solar-Panels und einem Notfallgenerator. Am liebsten schaut er sich „Britain’s Got Talent“ auf Youtube an. Doch auch auf der Insel war er ein gefragter Mann. Er bekam Besuch von Russel Crowe, welcher mit ihm zusammen ein großes Hotel auf der Insel bauen wollte. Doch der 73-jährige plant jetzt ein Öko-Hotel mit Handyverbot

Zum über 700 km entfernten Cairns fährt er einmal im Jahr um sich mit Reis, Öl und Süßigkeiten einzudecken. Wenn er sieht wie die Leute in der Stadt leben, schätzt er seine Ruhe noch mehr: „Auf dem Festland wollen die Leute zehn Mal am Tag Facebook checken und sind gestresst. Ich habe so viel Liebe und Respekt für die Natur hier, das reicht mir. Ich bin wunschlos glücklich!“