EU-Sanktionen greifen: Russland unmittelbar vor Zahlungsausfall

Russland verdient weiterhin Milliarden mit dem Verkauf von Gas und Öl. Indien und China gehören zu seinen größten Kunden. Dennoch steht Russland kurz davor, mit seinen Auslandsanleihezahlungen in Verzug zu geraten. Haben die neuen EU-Sanktionen den Geldfluss in Putins Kriegskasse wirksam gestoppt?

Russlands Ölexporte stiegen kürzlich auf 8,1 Millionen Barrel pro Tag und damit fast auf das Vorkriegsniveau. Trotzdem steht Russland unmittelbar vor dem Kollaps. Dies ist vor allem auf die von der Europäischen Union verhängten Sanktionen zurückzuführen. Kürzlich wurde der Roten Liste ein Zahlungsabwickler hinzugefügt, den Moskau zur Bedienung seiner Eurobonds nutzen wollte.

Das bedeutet, dass Russland jetzt durch westliche Sanktionen weitgehend von internationalen Zahlungen abgeschnitten ist. Auch ein Großteil der Währungsreserven wurde eingefroren.

Jetzt sind Zahlungen an Auslandsanleihegläubiger fällig, und die russische Regierung hat keine Möglichkeit, sie zu erfüllen. Bisher konnten US-Eigentümer russischer Staatsanleihen Zahlungen auf alternativen Wegen erhalten, aber die neuen EU-Sanktionen blockieren jetzt den Weg.

Den Kreditgebern werden am letzten Junitag Zinszahlungen in Höhe von 71,25 Mio. USD und 26,5 Mio. EUR fällig. Diese sollten ursprünglich bis Ende Mai gezahlt werden. Um einen Zahlungsausfall abzuwenden, muss das Geld innerhalb einer Nachfrist von 30 Tagen auf den Konten landen.

Russland versucht, ausstehende Zahlungen einzufordern, um die notwendigen Mittel zu beschaffen. Sie weist die Gläubiger an, in Rubel zu zahlen, um die westliche Zahlungsinfrastruktur zu umgehen. Finanzminister Anton Siluanov schlug vor, das den europäischen Gaskunden auferlegte Zahlungssystem für die Rubelumrechnung zu kopieren.

Russland ist es bisher jedoch nicht gelungen, viele der ausstehenden Zahlungen einzufordern. Selbst wenn es gelingen sollte, die Gelder zu sammeln, würden die Anleihezahlungen laut Ökonomen immer noch nicht gehen, weil die EU Sanktionen gegen das National Settlement Depository Russlands verhängt hat, das die Anleihezahlungen verarbeiten sollte.

Wenn Russland Ende Juni mit seinen Zahlungen in Verzug gerät, könnten seine Gläubiger vor Gericht ziehen, um Russlands Auslandsvermögen zu beschlagnahmen. Auch hätte es Auswirkungen, wenn Russland künftig wieder mit dem Westen Handel treiben wolle. Ein Staatsbankrott würde die Kosten von Kreditaufnahmen langfristig erhöhen und könnte Russland damit auf Jahre hinaus teuer zu stehen kommen.

13 Kommentare

  1. Was für ein Blödsinn.
    Das sind Wunschträume der EU.
    Die EU zählt aber nicht zu den wichtigsten Ländern bezüglich Russland.
    Das Volk muß für blöd verkauft werden, die EU braucht einen Erfolg. Also malen wir uns einen auf rosa Papier.
    Sehr peinlich für die besten Politiker im besten Deutschland aller Zeiten.

  2. Einer der wichtigsten, und bestimmt auch zu 100% wahren, Aussagen in diesem Artikel ist sicher der Satz:
    “Russlands Ölexporte stiegen kürzlich auf 8,1 Millionen Barrel pro Tag und damit fast auf das Vorkriegsniveau” (China und Indien sind die lachenden Dritten).
    Nun braucht Putin nur noch um ein bisschen Aufschub bei seinen Gläubigern bitten. Denn spätestens ab September wird in erster Linie Deutschland (und sicher auch noch ein paar andere EU-Staaten) energietechnisch (und somit auch wirtschaftlich) komplett kollabieren.
    Somit können Putins Gläubiger dann bei uns abräumen.
    Das weiß die ganze Welt, und auch unsere Politiker können nicht so dumm sein, es nicht zu wissen (oder vielleicht doch?).

  3. Reines Wunschdenken von Leuten die gerne träumen. China wird Russland nicht fallen lassen. Ganz im Gegenteil. China und Russland zusammen sind unschlagbar.
    Die EU möchte gerne einen raus hängen lassen, geht aber am Stock, genauso wie die USA.
    Die Sanktionen wirken, aber nicht so wie sich die v.d.Leyen & Co. das vorstellen. Im Gegenteil. Die helfen, dass die Entwicklung Russland schneller von statten geht und die EU wird der grosse, ganz grosse Verlierer sein.

  4. Hi ihr Russenlandfreunde Russentrolle, ich höre euch heulen….jetzt fangen die Sanktionen langsam an zu wirken.
    Ist das herrlich.

    1. He,du Realist, die Preise waren schon vor dem Krieg hoch und jetzt zahlen den dreifachen Preis damit die specker noch mehr an uns verdienen und die Konzerne. Russland fängt sich schneller wieder als wir dummen Europäer glauben. Und was ich denke, ist es ein schönes Spiel Russland und USA wollen die Europäer vor allem Deutschland klein halten damit die ihr Zeug loswerden. Und noch schöner ist daß wir mit viel Transport kosten den Klimawandel aufhalten. Wie dumm ist unsere Regierung sowie die EU

    2. Realist sagt:
      07/06/2022 um 10:15 Uhr
      Hi ihr Russenlandfreunde Russentrolle, ich höre euch heulen….jetzt fangen die Sanktionen langsam an zu wirken.
      Ist das herrlich.

      Herrlich! Wieder mal der unrealistische “Realist”. Die einzigen bei dem die Sanktionen wirken das sind wir selber und zwar mit negativen Auswirkungen, die wir jetzt schon zu spüren bekommen, obwohl das Gas aus Russland bisher noch geliefert wird! Bald gibt’s dann mit Sicherheit tatsächlich Grund zum Heulen. Sie werden es früher oder später vielleicht auch noch mitbekommen. Es sei denn Sie leben in einer Höhle und sind Selbstversorger.

      Aber es kann natürlich auch sein das Sie einfach nur ferngesteuert sind und daher eigenes Denken nicht möglich ist. Was haben Ihnen eigentlich die Menschen in Russland getan, das Sie ein ganzes Land hassen müssen und “Russlandfreund” wie ein Schimpfwort benutzen? Oder hat Ihnen Ihr TV gesagt, dass das so sein muss? Folgen Sie immer den Befehlen die aus Ihrer Röhre kommen? So einfach bastelt sich der mainstreamgläubige Revisionist eben die Welt zusammen.

      Eine Frage: Sind Sie auch ein USA Feind? Ein USA Troll? Nein, aber wieso
      nicht? Soviel Kriege wie von amerikanischen Boden ausgingen, da müsste die USA von der ganzen Welt sanktioniert werden. Wird aber nicht. Ist denn das realistisch?

      “Mit der NATO überfielen George W. Bush, Bill Clinton und Barrack Obama in 23 Jahren 9 Länder und ermordeten dabei 11 Millionen Menschen. Niemand nannte die US-Präsidenten deshalb Kriegsverbrecher. Man wähnt sich zu den Guten. Egal, wie viele Kriege man selbst völkerrechtswidrig vom Zaun gebrochen hat. Es sind gute Kriege im Sinne der Demokratie und Menschenrechte. In Obamas Amtszeit gab es keinen einzigen Tag ohne Krieg. Hat das irgendwen gekümmert?

  5. Noch dümmer geht s kaum. Die Verlierer wünschen sich Unmögliches, statt Niederlage zuzugeben. Unsere “Kluge” scheinen Angst zu haben. Sanktionen auf Befehl wirken nicht wie gewünscht, das verdummte Volk begreift langsam und wird unruhig. Nur Vollidioten haben den “freien” Medien geglaubt und sahen Putin als Ursache. Es stellt sich heraus, dass er nicht gegen die Ukraine kämpft -sondern gegen NATO. Verlierer war schon vor der ersten Rakete bekannt, kann es nicht zugeben und der Preis steigt. Oder, sind wir den “Möchtegern” egal. Jemand hat gesagt, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient. Ich habe reines Gewissen.

  6. Die haben sich nur
    Verschrieben.
    Die Sanktionen greifen die EU IST BALD BANKROTT.
    LAUTER BLA BLA BLA.
    WUNSCHDENKEN DIESER KRANKEN EU

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