Experten fordern ein Deutschlandweites Rauchverbot

Gesundheitsexperten der Republik fordern ganz aktuell ein komplettes Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen. Denn nicht nur Raucher selbst schaden sich und ihrer Gesundheit, sondern gerade Passivraucher sind durch den Zigarettenrauch einer ständigen Gesundheitsgefahr ausgesetzt.

Um die Bürger zu schützen, wurde bereits vor vielen Jahren ein Rauchverbot verhängt. Der Gesundheitsschutz ist in Deutschland allerdings Ländersache und daher gelten in allen 16 Bundesländern unterschiedliche Regelungen bezüglich des Rauchens. Ein Rauchverbot ist zwar in öffentlichen Einrichtungen gesetzlich festgelegt, aber in gastronomischen Einrichtungen haben die Länder nach wie vor Spielräume.


Das immer noch nicht erlassene gänzliche Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen ruft die Mediziner nun zu ihrer Forderung auf: Ein komplettes Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen in jedem Bundesland.
Kinder-Lungenarzt Prof. Matthias Kopp vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein fordert deshalb im seinem Interview mit der „Bild“-Zeitung: „Das Rauchen gehört aus meiner Sicht in allen Bereichen verboten, die öffentlich zugänglich sind, dazu zählen auch Strände, Badeseen oder öffentliche Plätze.“

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (56) sieht einen Handlungsbedarf, um Nichtraucher besser zu schützen: „Grundsätzlich sollten so viele rauchfreie öffentliche Plätze geschaffen werden wie möglich. Das ist insbesondere eine Aufgabe der Kommunen.“ Damit meint er auch die Rauchfreie Zone in Autos: „Ein Rauchverbot in Autos ist ganz klar zu fordern. Es schützt alle Betroffenen, insbesondere Kinder.“

Laut verschiedener Studien trifft der giftige Dunst der Zigaretten besonders Kinder. „Kinder können Passivrauch nicht aus dem Weg gehen, sie leiden mit Abstand am stärksten“, sagt Ärztin Annette Prüss-Ustünder. Neben Atemwegserkrankungen steige auch das Risiko, durch Passivrauchen an Lungen- oder Brustkrebs zu erkranken, stark an.

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