Feuer-Terror in Schweden: Brennende Autos im ganzen Land

In der Nacht auf Dienstag sind in Schweden über 90 Autos angezündet worden. Die Täter sollen Jugendliche gewesen sein, die sich über Soziale Medien abgesprochen haben.

Die landesweite Gewalt-Welle der Jugendlichen ist erschreckend. Maskierte Jugendliche zündeten Autos an und bewarfen Polizisten mit Steinen. Schwedische Sicherheitskräfte sprachen von einer „beängstigenden Lage“. Allein in Stockholm und Göteburg wurden 90 Autos angezündet. Aber auch in kleineren Städten brannten Fahrzeuge.

Die Jugendlichen waren vermummt, sie warfen mit Steinen nach Polizisten, schlugen Autoscheiben ein, kippten Benzin hinein und zündeten die Fahrzeuge an. Das Motiv sei noch unklar, zitiert die ARD Polizeisprecherin Ulla Brehm: „Es handelt sich um Gruppen von fünf bis sechs Personen, andernorts bis zu acht, die die Brände gelegt haben. Wir haben mehrere Vorfälle registriert und können nicht ausschließen, dass es da eine Verbindung gibt.“ Man vermutet, dass die Jugendlichen sich über Soziale Netzwerke organisiert haben.

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven ist fassungslos. Im Radio sagte er: „Was zum Teufel tut ihr da?“ Für die schwedische Regierung ist die Aktion auch aus politischen Gründen höchst brisant. In wenigen Wochen wählt Schweden einen neuen Reichstag. Die aktuell regierenden Sozialdemokraten in Koalition mit den Grünen stehen bereits in der Kritik, weil Schwedens Polizei als unterbesetzt und überfordert gilt. Auch die Asylpolitik der Regierung ist umstritten. Erst vor wenigen Tagen ergab eine Meinungsumfrage, dass die deutlich-rechts angesiedelten Schwedendemokraten (SD) die Sozialdemokraten eingeholt hätten.

Dass Autos brennen, ist kein unbekanntes Phänomen in Schweden. Die schwedische Zivilschutzbehörde berichtet, dass im Vorjahr 1457 Autos absichtlich in Brand gesetzt wurden. Man geht davon aus, dass sozial benachteiligte Jugendliche die Fahrzeuge anzünden.