Große Studie zu Covid-19-Patienten in Kliniken veröffentlicht

Viele fragen sich was passiert, wenn mit dem Coronavirus infizierte Menschen in eine Klinik kommen. Einen großen Überblick darüber bietet nun eine Studie, die in dem Fachblatt „The Lancet Respiratory Medicine“ veröffentlicht wurde. In ihr werden die Fälle von 10 021 Patienten aus Deutschland beschrieben, die zwischen dem 26. Februar und dem 19. April in 920 Kliniken behandelt wurden.

Und das sind die Fakten:

Rund ein Drittel aller Patienten waren im Alter von 80 Jahren oder mehr. Weitere 28,9 % waren demnach zwischen 18 und 59 Jahre alt, 16,2 % zwischen 60 und 69 Jahre. Schlussendlich war ein weiteres Fünftel zwischen 70 und 79 Jahre.

Durchschnittlich lagen die Patienten im Falle einer Behandlung rund 14 Tage im Krankenhaus. Hingegen blieben die Patienten, die beatmet werden mussten rund 25 Tage in der Klinik. Und je älter die Patienten waren, umso höher war die Wahrscheinlichkeit, dass die Patienten auch künstlich beatmet werden mussten. Von den gesamten Patienten wurden 1727 beatmet, was einer Quote von 17 % entspricht. Auch hier waren die Verteilungen sehr ausgeprägt. 24 % der Patienten waren zwischen 18 und 59 Jahre, 22 % zwischen 60 und 69 Jahre, der höchste Anteil lag mit 31 % bei den 70 bis 79 Jahre alten Patienten und 23 % wenn sie älter als 80 waren. 72 Jahre ist demnach das Durchschnittsalter der Behandelten.

Die Dauer der Beatmung lag bei rund 13,5 Tage und Männer sind häufiger beatmet worden als Frauen. Bei Frauen lag die Wahrscheinlichkeit, beatmet zu werden, bei rund 12 %, Männer hingegen waren mit 22 % doppelt so häufig davon betroffen.

VORERKRANKUNGEN

Auf Vorerkrankungen blickten viele der Patienten zurück. Mit 56 % war Bluthochdruck dabei die häufigste Vorerkrankung in der Studie. Hinzu kamen Diabetes mit 28 Prozent, Herz-Rhythmus-Störungen mit 27 Prozent, Nierenversagen mit 23, Herzprobleme mit 20 und Atemwegserkrankungen mit 14 Prozent. Auffällig ist auch, dass 6 % der Patienten eine Dialyse benötigten, bei Beatmungspatienten waren es gar 27 %.

TODESFÄLLE

Rund die Hälfte aller beatmeten Patienten sind während der Behandlung gestorben. Insgesamt sind laut der Studie 22 % der Patienten im Krankenhaus gestorben. 16 % waren es, die nicht beatmet wurden, bei denen, die an der Maschine angeschlossen waren, sind 53 % verstorben. Die geringste Überlebenschance hatten die Patienten, die sowohl am Beatmungsgerät hingen als auch eine Dialyse benötigten. 73 % von ihnen sind währenddessen verstorben. Und je höher dass Alter der behandelten Personen war umso wahrscheinlicher war es, an den Folgen zu sterben.

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