Großer Busunfall auf der A24: Flixbus umgekippt

Am frühen Samstagmorgen ist ein Fernbus der Flixbus-Flotte in Mecklenburg-Vorpommern von der Fahrbahn abgekommen und schließlich neben der Autobahn A24 umgekippt. Alle Insassen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

In der Nähe von Wöbbelin in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flixbus verunglückt. Der Fernreisebus auf dem Weg von Prag nach Hamburg war von der Fahrbahn abgekommen und schließlich in den Graben gestürzt, wo er kippte und auf der rechten Seite liegen blieb. 30 Passagiere und die beiden Fahrer wurden in Krankenhäuser gebracht.

Der „NDR“ berichtet mit Bezug auf einen Notarzt, dass die meisten Fahrgäste unverletzt blieben oder nur leicht verletzt wurden. Vier Passagiere wären mittelschwer verletzt worden. Das Unternehmen Flixbus hatte zuvor über drei schwer verletzte Fahrgäste berichtet. Diese schwebten nicht in Lebensgefahr.

Der genaue Unfallhergang konnte noch nicht ermittelt werden. Die Wetterverhältnisse waren zum Unfallzeitpunkt unauffällig. Die Polizei ermittelt noch. Es sei aber denkbar, dass Sekundenschlaf des Fahrers den Unfall verursacht haben könnte, hieß es. Flixbus Unternehmenssprecher Sebastian Meyer erklärte, dass auf Nachtfahrten immer zwei Fahrer eingesetzt würden, um dieses Risiko zu vermindern. Diese würden sich alle zwei Stunden abwechseln. „Wir können bestätigen, dass die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten wurden“ zitiert der „rbb“ den Sprecher.

Fernbusse verunglücken nur selten

Ein ganz ähnlicher Unfall wie jetzt ereignete sich zuletzt 2018 in der Nähe von Rostock. Damals waren 22 Menschen verletzt worden, nachdem ein Bus von der Fahrbahn abgekommen und im Graben umgekippt war.

Busunfälle mit Fernreisebussen erregen immer viel Aufsehen und bleiben in Erinnerung, weil meistens viele Verletzte daran beteiligt sind. Tatsächlich ereignen sich derartige Großunfälle jedoch nur selten. Laut ADAC ist Busfahren sicherer als eine Fahrt mit dem eigenen Pkw. Laut Statistischem Bundesamt seien Busse in nur knapp einem Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden involviert.

Eine sehr tragischer Unfall ereignete sich letztes Jahr: Im Mai war ein Reisebus in der Nähe von Leipzig verunglückt. Eine Frau starb in Unfallfolge. Der Fahrer und acht Fahrgäste wurden schwer verletzt. In der Aufarbeitung des Vorfalls wurde festgestellt, dass ein „medizinisches Problem“ den Unfall verursacht hatte. Der Fahrer hatte aufgrund seines Gesundheitszustandes die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

Knapp drei Monate später wurden sieben Menschen bei einem Busunfall auf der A5 bei Karlsruhe verletzt. Ein Flixbus war auf einen LKW aufgefahren als dieser unerwartet die Spur gewechselt hatte.

Das könnte Sie auch interessieren: