„HEXAL“-Rückruf: Dringende Arzneimittel-Meldung

„HEXAL®“ übermittelt eine dringende Arzneimittel-Meldung: Wegen eines Fehldrucks besteht die Gefahr einer falschen Dosierung mit möglicherweise heftigen, gesundheitlichen Konsequenzen. Betroffen ist das Medikament L-Thyrox®, ein Arzneimittel für Patienten mit Schilddrüsen-Fehlfunktion.

Bei einer Charge des „HEXAL®“-Arzneimittels „L-Thyrox®“ sei es möglich, dass auf den Blister-Packungen der 100 Mikrogramm Tabletten versehentlich „25 µg“ als Wirkstoff-Menge angegeben wurden, erklärte der Hersteller und rief die Charge vorsorglich zurück.

Es handele sich dabei um Packungen der Charge 100 Stück Ch.-B.: KK2878 (verwendbar bis: 06/2021). Darin enthalten seien 100 Mikrogramm-Tabletten. Die genannte Chargenbezeichnung befinde sich seitlich auf der Faltschachtel. Wer im Besitz einer solchen Charge ist, möge sich mit seiner bzw. ihrer Apotheke in Verbindung setzen, bittet „HEXAL®“. Der Rückruf beziehe sich jedoch nur auf die genannte Charge. Andere Produkte, Packungsgrößen, Chargen oder Dosisstärken seien nicht betroffen, teilte das Tochterunternehmen des Pharmakonzerns Novartis mit.

Aufgrund des Fehldrucks besteht das Risiko einer gefährlichen Überdosierung mit Levothyroxin-Natrium. Der genannte Wirkstoff ist ein Ersatzstoff für das körpereigene Hormon Thyroxin. Das Hormon beeinflusst den Energiehaushalt des Körpers und trägt zur Regulierung des Stoffwechsels bei. Das Hormon wirkt außerdem auf die Gehirnfunktionen, die Nahrungsverwertung und die Körpertemperatur. Als Nebenwirkungen einer Überdosierung mit Levothyroxin-Natrium werden Nervosität, Schlaflosigkeit, Durchfall und Herzklopfen genannt.

Bei einer Fehldosierung wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. Fragen zum Rückruf beantwortet der Hersteller „HEXAL®“ unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder telefonisch unter der Nummer +49 (0) 800 / 439 25 27 während der Bürozeiten bzw. unter der Nummer +49 (0) 2065 / 256 1665 außerhalb der Geschäftszeiten.

Erneuter Rückruf von FFP2-Schutzmasken
Wieder stehen FFP2-Schutzmasken auf der Liste der europaweiten Rückrufe. Diese Atemschutzmasken sollen den Träger vor der Infektion mit Viren schützen, auch vor dem aktuell weit verbreiteten Corona-Virus, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz warnt jedoch aktuell vor FFP-2-Schutzmasken des Herstellers „LexusLance“. Das Modell LK-003 mit der Produktionsnummer 9144300053799610K und der Lot Nummer LK-003-A004 könne nicht die erwartete Schutzwirkung gewährleisten. Aerosole, die Viren übertragen können würden nicht ausreichend gefiltert. Die „LexusLance“-Schutzmasken seien von der Firma „Brandsstock GmbH“ in Hamburg importiert und vertrieben worden, heißt es in der Behördenmeldung. Wer auf Schutzmasken angewiesen und verunsichert ist, kann sich unter der E-Mail-Adresse [email protected] an die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz wenden.

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