Hilflose Passagiere an Bord: Flugzeug stürzt in Fluss

Absturz ins Wasser! Ein furchtbares Flugzeugunglück ereignete sich in New York, wo ein Wasserflugzeug am Sonntag auf dem East River notlanden musste. Acht Personen konnten verletzt geborgen werden.

Wer den Film „Sully“ aus dem Jahr 2016 kennt, dem werden diese Szenen bekannt vorkommen: Ein Wasserflugzeug musste am Sonntag auf dem East River in New York notlanden. Ähnlich zum Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht: US-Airways-Flugs 1549, der 2009 nach einem Vogelschlag auf dem Hudson River in New York notwasserte. 

Wetter ist oft schuld
Auch dieses Mal gelang die sogenannte „harte Landung“, ohne dass Passagiere ernsthaft zu Schaden kamen. Bei einer harten Landung setzt das Flugzeug mit übermäßiger vertikaler Geschwindigkeit oder Kraft auf. Die vom Hersteller vorgegebene Grenze wird dabei überschritten. Schuld sind meist instabile Anflüge oder schlechte Wetterbedingungen.

Das Flugzeug war um 11.24 Uhr Ortszeit vom Flughafen der Stadt East Hampton gestartet. Um 12.01 Uhr erfolgte der Notruf bei der Feuerwehr, hieß es. 

„Dachte, wir würden es nicht schaffen“
Glück im Unglück: Alle acht Passagiere konnten von den Rettungskräften rechtzeitig aus der Maschine befreit werden. „Ich dachte, wir würden es nicht schaffen“, sagte die Passagierin Khloe Todd zum Sender CBS News. Das Flugzeug habe sich schräg geneigt, „es war einfach verrückt“, so die 16-Jährige. „Ich dachte, wir würden abstürzen und ertrinken.“ 

Auf Videos vom Vorfall ist zu sehen, wie das Flugzeug in den Fluss kracht. Es folgte ein Einsatz der New Yorker Feuerwehr am Sonntagmittag (Ortszeit). Laut einer Mitteilung der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA musste der Pilot eine harte Landung durchführen, wobei sogar eine der Flügelstreben abbrach, wie die BBC berichtete.

Maschine im Vorjahr gebaut
Zwei der Passagiere erlitten leichte Verletzungen, lehnten aber eine medizinische Versorgung vor Ort ab, teilte die Feuerwehr in New York City mit. Die Maschine war aufrecht am Wasser aufgekommen und wurde anschließend zum Hafen geschleppt. Die FAA veranlasste bereits eine Untersuchung des Vorfalls. Das betroffene Wasserflugzeug vom Typ Kodiak 100 sei im vergangenen Jahr gebaut worden. Der Eigentümer des Flugzeugs ist nicht bekannt. 

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Martin Beier