

Autofahren ist schon teuer genug. Das Letzte, was man braucht, ist, einem Betrüger zum Opfer zu fallen. Doch genau das passiert derzeit leider viel zu vielen Autofahrern. Der ADAC und die Polizei warnen vor gleich zwei gefährlichen Betrugsmaschen, die derzeit die Runde machen.
Die Spritpreise sind in diesem Land in den letzten drei Monaten kaum gesunken. Den Tank zu füllen, kann schnell über hundert Euro kosten. Oft bilden sich zu den günstigsten Zeiten Schlangen vor den billigsten Tankstellen. Jeder hat es eilig. Betrüger wissen das nur zu gut und nutzen dies aktuell gnadenlos aus.
Plötzlich ist das Geld weg
Die meisten von uns wissen inzwischen, dass wir an Geldautomaten besonders vorsichtig sein müssen: Immer wieder versuchen Kriminelle, Kartenschlitze zu manipulieren, um Karten oder Kartendaten zu stehlen. Dass dasselbe aber auch an einer Tankstelle passieren kann, ist den wenigsten von uns bewusst.
Die Gefahr besteht darin, dass wir oft so schnell wie möglich fertig werden und weiterfahren wollen und daher nichts Ungewöhnliches bemerken, doch auch Kartenlesegeräte an Tankstellen können manipuliert werden. Wie die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes warnt: Wenn Ihnen etwas Unübliches auffällt – ein Kartenterminal, das anders aussieht als alle anderen, lose Teile, Kleberückstände oder ungewöhnliche Verblendungen –, nutzen Sie dieses Terminal nicht und melden Sie Ihre Beobachtung sofort.
Auch Fahrer von Elektroautos sind gefährdet
Betrüger haben es nicht nur an der Zapfsäule auf Autofahrer abgesehen. Auch für Fahrer von E-Autos lauern Gefahren. Wie der ADAC warnt, kommt „Quishing“ immer häufiger vor. Dabei überkleben Betrüger den QR-Code an der Ladesäule mit ihrem eigenen Aufkleber: Das Scannen des Betrüger-Codes führt das ahnungslose Opfer auf eine gefälschte Zahlungsseite, auf der persönliche Daten und Zahlungsinformationen erfasst werden.
Dieser Betrug wurde auch aus Parkhäusern gemeldet. Autofahrern wird geraten, niemals einen QR-Code von einem Aufkleber zu scannen und die Adresse der sich öffnenden Website stets sorgfältig mit der auf dem Gerät angegebenen zu vergleichen.
Autofahrer müssen größte Vorsicht walten lassen
Ein Moment der Unachtsamkeit kann an der Tankstelle oder Ladesäule katastrophale Folgen haben. Sie sollten:
– Niemals ein Zahlungsterminal benutzen, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, auch wenn das bedeutet, länger auf das nächste warten zu müssen.
– Verdecken Sie bei der Autorisierung von Transaktionen immer Ihre PIN.
– Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Kontoauszug und melden Sie Transaktionen, die Sie nicht erkennen, sofort Ihrer Bank.