Horror beim Kindersport – Geiselnahme und Bombendrohung in Turnhalle

Diesen Tag wird keiner so schnell vergessen. Während eine Kindersportgruppe und deren Betreuerinnen sich beim Training befindet, kommt eine Mann in die Halle und droht mit der Zündung einer Bombe.

Bei einer Geiselnahme in einer Sporthalle im münsterländischen Lengerich sind dutzende Kinder und Jugendliche sowie deren zwei Betreuerinnen für etwa eine Stunde von einem Mann festgehalten und bedroht worden. Der Täter betrat nach ersten Erkenntnissen am Montagabend eine Turnhalle und drohte dann unvermittelt mit dem Zünden einer Bombe. Dies teilte die Polizei in Münster mit. Etwa 43 Kinder und Jugendliche einer Einrad-Gruppe im Alter von 12 bis 18 Jahren und die zwei 23 Jahre alten Betreuerinnen waren zu diesem Zeitpunkt in der Halle. Der mutmaßliche 25-jährige Täter wurde beim Einsatz der Polizei festgenommen. Das Motiv des Mannes war zunächst unklar, es wurde aber glücklicherweise niemand verletzt.

Angela Lüttmann vom Polizeipräsidium Münster sagte: „Der Geiselnehmer war ein Einzeltäter und hielt 43 Jugendliche und zwei, jeweils 23 jährige Betreuerinnen in seiner Gewalt. Sie sind alle unversehrt und werden nun betreut.“ Etwa eine Stunde dauerte diese Situation. Die Polizeisprecherin weiter: „Der Täter stammt aus dem Kreis Steinfurt. Er lief gegen 17.14 Uhr in die Sporthalle. Er drohte mit dem Zünden einer Bombe. Doch die Betreuer schafften es, dass alle Kinder nach sehr kurzer Zeit aus der Halle flüchten konnten.“

Diese haben dann die Polizei alarmieren können. Beamte eines Spezialeinsatzkommandos konnten den Mann später im Eingangsbereich der Sporthalle festnehmen.
Der Polizei-Einsatzleiter Martin Mönnighoff schilderte die Situation später so: „Der Mann hatte bei seiner Festnahme keine Waffen dabei. Sicherheitshalber haben Polizisten mit Sprengstoffspürhunden die Sporthalle abgesucht, jedoch keinen verdächtigen Gegenstand gefunden.“ Die betroffenen Kinder wurden zwischenzeitlich von der Polizei in einem benachbartem Baumarkt betreut.

Psychisch kranker Täter?“

Weshalb sich der Täter die Kinder und deren Betreuerinnen in der Turnhalle als Geiseln nahm, ist bisher nicht bekannt. Es wird von Seiten der Polizei auch dem Hinweis nachgegangen, dass der 25-jährige psychisch krank sein könne.

Wenige Stunden nach der dem Ende der Geiselnahme meldete die Polizei, dass alle Kinder und Jugendlichen inzwischen wieder in der Obhut ihrer Eltern seien. Auch die beiden Frauen, welche die Kinder während der Trainingseinheit betreut hatten, seien „augenscheinlich unverletzt“ und ebenfalls wieder zu Hause.

Eckhard Haverkamp, der 1. Vorsitzende des Vereins erklärte: „Wir sind alle nur sehr dankbar und glücklich, dass niemandem etwas passiert ist und dass alle wieder im Kreise ihrer Familien sind.“