Drama im Kinderzimmer – Mädchen zu Tode gefesselt

Weil die 19 Monate alte Ellie-May nicht schlafen wollte, schnürte ihre Mutter sie im Bett ein. Das Mädchen kann sich nicht mehr befreien und stirbt.

Drei junge Erwachsene aus Großbritannien stehen wegen Totschlags beziehungsweise Misshandlung eines Kleinkindes vor einem Gericht in Liverpool. Die 19-jährige Mutter soll die anderthalb Jahre alte Elli-May in ihrem Bett gefesselt und dabei den Tod des Mädchens verursacht haben. Ihr Lebensgefährte (20) sowie ein Untermieter (20) der sich in der selben Wohnung befand, stehen ebenfalls vor Gericht. Die drei jungen Erwachsen lebten gemeinsam mit dem Kind in einer Zweizimmerwohnung in Preston. Laut Anklage wussten alle was sich dort abspielte. Dennoch plädieren die Angeklagten für „unschuldig“.

Schon Monate vor ihrem Tod soll sich Ellie-Mays Gesundheitszustand verschlechtert haben. Das Kleinkind litt unter Erbrechen und Durchfall. Außerdem liest der Staatsanwalt SMS vor, die von einer Überforderung zeugen, die fassungslos macht. „Gestresst mit Ellie. Sie hat mich gebissen, also habe ich sie in ihr Zimmer gebracht. Sie schlägt ihren Kopf gegen die Wände.“ Die Mutter und ihr Lebensgefährte „kämpften“ seit Monaten mit der „Schlaferziehung“ bis das Mädchen schließlich an den brachialen Methoden des Paares stirbt. Die Mutter klagte immer wieder, dass das Kind nicht schlafen wolle und dass sie gestresst sei. Ihr Lebensgefährte antwortete: „Ich werde das erledigen, wenn ich nach Hause komme. Ich werde sie in ihr Zimmer bringen.“ Und sie antwortet: „Sie macht weiter, schlägt wieder mit ihrem verf***ten Kopf“ Er: „Sie wird sich benehmen, wenn ich zu Hause bin. Ha Ha“ Drei Tage später findet Ellie-Mays Großvater das Kind leblos in seinem Bett.

Laut Anklage habe die Mutter das Kind mittels Schnüren im Bett fixiert. Knöchel und Handgelenke des Mädchens waren gefesselt. Auch Brust und Beine sollen am Bett festgeschnürt worden sein. Dabei wurde das Gesicht des Kindes in die Matratze gedrückt. Die Öffnung des Gitterbetts wurde gegen die Wand gestellt, sodass ein Käfig entstanden war, aus dem das Kind sich nicht mehr befreien konnte. Die Mutter hätte diese Methode als „Routine“ zum Einschlafen entdeckt.

Als der Großvater das leblose Kind fand, rief er einen Notarzt. Doch die Hilfe kam zu spät. Im Krankenhaus starb das Mädchen: Die Ärzte stellen Tod durch Überhitzung fest.