Horror-Unfall auf Tollensesee

Zu einem wirklich schrecklichen Vorfall kam es am vergangenen Donnerstag auf dem Tollensesee im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Ein 48-jähriger Mann, der etwa 200 Meter vom Ufer entfernt im See schwamm, kollidierte urplötzlich mit einem sechs Meter langem Motorboot, das noch in der DDR gebaut wurde und bis zu 40 Kilometer pro Stunde schnell sein kann. Bei diesem Zusammenstoß wurde sein linker Arm von der messerscharfen Schiffsschraube abgetrennt.

„Aus bisher ungeklärter Ursache kam es dann zur Kollision“, heißt es in der Polizeimeldung. Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, soll der Mann sogar als Kennzeichnung eine leichte Schwimmboje gehabt haben. Warum der Fahrer des Motorbootes den Schwimmer trotz Boje nicht gesehen hat, ist nun Bestandteil der polizeilichen Ermittlung. Gegen ihn wird aktuell wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt.

Mit einem Rettungshubschrauber wurde der schwerverletzte Mann nach erster Einschätzung und notdürftiger Versorgung durch einen Notarzt umgehend in das nahegelegene Universitätsklinikum Greifswald geflogen. Er schwebte nach Angaben der Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt in Lebensgefahr, obwohl seine Verletzungen als schwerwiegend beschrieben werden. Sein Zustand sei auch heute noch stabil. Der 62-jährige Bootsführer und seine 63-jährige Frau erlitten aufgrund des Unfalles einen massiven Schock und mussten sich ebenfalls in ärztliche Behandlung begeben.

Noch am Freitag, einen Tag nach dem Unfall, suchte die Wasserschutzpolizei mit Hubschraubern und Booten im See nach dem abgetrennten Arm des 48-jährigen Opfers. Das Ziel: Unter Umständen hätte man ihn dem Mann wieder annähen können. Gefunden werden konnte der Arm bisher aber nicht und die Chancen dafür seien nach Einschätzungen von Experten auch verschwindend gering. So bleibt die Vermutung, dass der Mann sein weiteres Leben ohne seinen linken Arm oder maximal mit einer Prothese bestreiten muss.

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