

Der schwedische Möbel- und Einrichtungsgegenständehändler IKEA gehört in der Sparte zu den größten der Welt und ist auch in Deutschland ungemein beliebt. Rund 40 Millionen Kunden sind zurzeit bei den 54 deutschen Filialen des Möbelhändlers registriert und jährlich werden es mehr. Jetzt könnten die Kundenzahlen förmlich explodieren, denn ab nächster Woche läutet der schwedische Möbelriese ein neues System ein, bei dem Kunden neben den herkömmlichen IKEA-Waren auch Second-Hand-Gegenstände zu stark herabgesetzten Preisen ergattern können. Gleichzeitig fordert das Möbelhaus seine Kunden dazu auf, nicht mehr benötigte IKEA-Gegenstände und Möbel an das Einrichtungshaus zurückzuverkaufen.
Einzigartiger Marktplatz
Laut einer Pressemeldung der Muttergesellschaft des Möbelhauses, der INGKA-Gruppe, wurde der neue IKEA-Marktplatz bereits in mehreren Ländern erfolgreich ausprobiert. Mehr als 15 Millionen Kunden in Spanien, Portugal, Schweden und Norwegen haben bereits gebrauchte IKEA-Gegenstände und Möbel gekauft oder verkauft. Am Mittwoch, 14. Oktober, soll das Angebot auch in Deutschland ausgerollt werden. Das heißt, wer ab diesem Datum auf der Internetseite von ikea.de nach Artikeln sucht, erhält in Zukunft nicht nur Preise für das neue Produkt, sondern auch Angebote über dieselbe Ware als Second-Hand-Gut. Verbraucher können dadurch bis zu 60 Prozent am Einkaufspreis sparen.
IKEA-Kunden können Geld verdienen
Wer hingegen lieber Geld verdienen als ausgeben möchte, kann seine unerwünschten oder nicht mehr benötigten IKEA-Gegenstände wieder an den Möbelhändler zurückgeben oder auf der Website weiterverkaufen. Sogar größere Möbelstücke wie Schränke und Küchen- oder Wohnzimmereinrichtung können mithilfe von Transportunternehmen wieder an das Möbelhaus zurückgeliefert werden. Hier gibt IKEA seinen Kunden die Möglichkeit, die Gegenstände entweder auf der Website anderen Kunden anzubieten, oder ein Angebot für einen Rückkauf (Buyback) des schwedischen Möbelgiganten zu akzeptieren. Der Kaufpreis wird dann per Banküberweisung oder auf Wunsch durch einen Gutschein an den Verkäufer ausbezahlt. Mit dem neuen IKEA-Marktplatz will das Einrichtungshaus den internationalen E-Commerce-Sektor auf den Kopf stellen und anderen Giganten wie Amazon oder eBay den Kampf ansagen. Experten im Einzelhandel rechnen damit, dass IKEA innerhalb von kürzester Zeit einen globalen Marktanteil von 20 Prozent im Einrichtungssektor erreichen wird.