Irre Verfolgungsjagd: Frau flüchtet mit Baby, 160 km/h und sogar zu Fuß

Die Polizei in Texas veröffentlicht Szenen wie aus einem Actionfilm: Eine Frau liefert sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd auf dem Highway. Sie fährt bis zu 160 km/h mit plattem Reifen und Baby an Bord.

Am Schluss klemmt sie die Babyschale samt Kind unter den Arm und flüchtet sogar zu Fuß weiter. Das Video ist bereits im Juni entstanden, wurde aber erst kürzlich vom „Texas Department of Public Safety“ veröffentlicht.

Helikopteraufnahmen zeigen wie die 29-jährige Fahrerin vor der Polizei flieht und dabei sich selbst, andere Verkehrsteilnehmer und ihr Baby in Gefahr bringt. Sie erreicht in ihrem Mercedes-Benz SUV eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h und überholt andere Fahrzeuge auf jeder erdenklichen Fahrspur und daneben. Mehrere Autos verfehlt sie nur knapp. Mit Hilfe von Krähenfüßen (einer Straßensperre, die Reifen aufschlitzt) gelingt es der Polizei einen der Reifen des Fluchtfahrzeugs zu durchlöchern. Die Frau gibt jedoch nicht auf, wird auch mit plattem Reifen kaum langsamer und setzt ihre Flucht fort. Als ihr SUV schließlich in einen Pick-Up kracht und zum Stehen kommt, verlässt sie das Auto und holt dabei ihr Kind samt Babyschale vom Rücksitz ihres Wagens. Mit der Babyschale unter dem Arm rennt sie los und steigt in ein weiteres Fahrzeug ein. Vermutlich will sie ihre irre Flucht fortsetzen, doch schließlich versperrt die Polizei ihr den Weg. Die Beamten stürmen zu dem gekaperten Fahrzeug, nehmen die Frau fest und das Baby aus dem Auto.

Später stellte sich heraus, dass die Frau bereits per Haftbefehl gesucht war. Sie steht derzeit vor Gericht wegen Besitzes von Betäubungsmitteln, Gefährdung des Kindeswohls sowie wegen des Widerstands gegen die Staatsgewalt. Laut BILD-Zeitung ist die 29-Jährige bereits vorbestraft wegen Prostitution und Körperverletzung. Das Jugendamt hat das Kind in seine Obhut genommen.

Kann so etwas auch in Deutschland passieren?
Auch in Deutschland kommt es immer mal wieder zu Verfolgungsjagden. Aber erstens sind unsere Autobahnen überfüllter und baulich eingeschränkter als die offenen Highways in den USA und zweitens legt die deutsche Polizei höchste Prioritäten auf die Sicherheit aller Beteiligten – auch bei der Verfolgung von Straftätern. In einem Interview mit RP Online, erklärt Nadine Perske, Sprecherin des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste in NRW „Sicherheit geht vor, die Verfolgung wird nicht um jeden Preis aufgenommen“.