Katastrophen-Alarm: Warnstufe Gelb auf Ferieninsel

Wissenschaftler sind höchst beunruhigt. Die spanischen Behörden warnen mit Alarmstufe Gelb vor einer sich anbahnenden Katastrophe. Die Bevölkerung und Urlauber sind aufgerufen, die Lage aufmerksam zu verfolgen.

Die Behörden der Kanareninsel aktivierten am Dienstag die Vulkanampel. Im Moment steht das Signal auf „Gelb“, das ist die erste Gefahrenstufe, die vor einem möglichen Vulkanausbruch warnt. Der Grund für den Alarm sind seismische Aktivitäten auf der Insel La Palma.

In den vergangenen Tagen zeichneten die Wissenschaftler mehr als 4000 kleine Beben auf. Einige davon waren spürbar. Das stärkste Beben in dieser Reihe ereignete sich bislang nachts. Anwohner berichten, dass sie die Erschütterung im Bett gespürt hätten. Außerdem hätten Schranktüren und Fenster gewackelt. Besagtes Beben hatte eine Stärke von 3,5 auf der Richterskala, die bis zur Magnitude 6,5 reicht.

Die Forscher richten ihren Blick zur Cumbre Vieja, die aktivste Vulkanlandschaft der Kanaren. Der Katastrophenschutz bereitet sich auf einen Ausbruch vor. Krisenpläne werden wiederholt und die Bevölkerung wurde gewarnt. Es gilt jetzt, genau zu verfolgen, ob die Erde auf der Insel sich noch einmal beruhigt. Passiert das Gegenteil, so tritt Alarmstufe Rot ein. Dann werden Evakuierungspläne aktiviert.

Betroffen wären die südlichen Regionen der Insel, wo 35.000 Menschen leben und zahlreiche Hotels liegen. Im Herbst und Spätsommer halten sich dort viele Touristen auf. Die Mehrzahl der Urlauber kommt aus Deutschland und reist nach La Palma, um besagte Vulkanregion mit etwa 120 Kratern zu besichtigen.

1971 blubberte drei Wochen lang Lava aus der Cumbre Vieja. Kurz vor der Katastrophe hatte sich die Inseloberfläche im Süden mehrere Zentimeter nach oben gewölbt, dann rissen Krater auf und spuckten Feuer. Im Oktober liegt diese Katastrophe genau 50 Jahre zurück.

Horrorprognose für die Atlantikküsten

Auch Wissenschaftler in den USA und an der europäischen Atlantikküste beobachten die geologischen Aktivitäten auf La Palma mit Spannung. Denn ein weiterer Ausbruch am Cumbre Vieja könnte eine weitaus größere Katastrophe nach sich ziehen. Seit den Vulkanaktivitäten von 1949 klafft ein langer Riss in der Gebirgsflanke. Manche Geologen befürchten, dass weitere Vulkanaktivitäten den Berg destabilisieren könnten. Dabei könnten 500 Millarden Tonnen Gestein ins Meer rutschen, was einen Megatsunami zur Folge hätte. Die Atlantikküsten würden durch diese Wassermassen verwüstet.

Wie wahrscheinlich dieser Fall eintritt, ist in wissenschaftlichen Kreisen allerdings sehr umstritten.

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2 Kommentare

  1. immerhin werden bzw. wurden die Bewohner schon mal gewarnt – was man bei der Flutkatastrophe im Ahrtal wohl nicht behaupten kann.

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