Kostenpflichtiges Monats-Abo für WhatsApp geplant

WhatsApp war bislang kostenfrei. Doch der Meta-Konzern möchte mit dem Messenger künftig auch Geld verdienen. Was heißt das für die Nutzer?

Messenger sind sehr beliebt und das Angebot der Dienste wird stetig ausgeweitet. Doch bislang verdienen WhatsApp und Co mit den Nachrichten kein Geld. Das könnte sich durch Werbung und Bezahl-Abos ändern. Beides wurde beim Whats-App Mitbewerber Telegram bereits eingeführt. Die Nutzer des alternativen Messengers müssen sich zukünftig mit Werbung abfinden. Außerdem gibt es die Bezahl-Option „Telegram Premium“. Mit dem Abo können Nutzer größere Dateien verschicken, erhalten einen schnelleren Service und können Sprachnachrichten in Text umwandeln lassen.

Doch wie sieht es bei WhatsApp aus? Der Dienst des Meta-Konzerns ist mit Abstand der beliebteste Messenger in ganz Deutschland. Damit möchte Meta zukünftig auch Geld verdienen. Deshalb liegt die Planung für ein Bezahl-Abo bereits in der Schublade. Das zumindest berichtet die Webseite Wabetainfo aktuell. Die meisten WhatsApp-Nutzer können allerdings aufatmen, denn das Bezahlmodell ist vorerst nur für Geschäftskunden vorgesehen. Für diese sollen gegen eine monatliche Gebühr weitere Funktionalitäten freigeschaltet werden, die für den professionellen Gebrauch sehr nützlich sein können. Beispielsweise will WhatsApp die Nutzung von mehreren Geräten für einen Account unter bestimmten Umständen kostenpflichtig machen.

Nach aktuellen Informationen sieht WhatsApp bis auf weiteres von Werbung ab. Auch Privatkunden möchte man nicht in ein kostenpflichtiges Abo drängen. Der Konzern ist sich darüber bewusst, dass die Beliebtheit von WhatsApp sich eben auf Werbefreiheit und das Gratisangebot stützt. Es ist allerdings denkbar, dass der Messenger auch für Privatpersonen kostenpflichtige Zusatzfunktionen einführt. Wenn die ersten Nutzer mitmachen, könnte das bald dazu führen, dass deren Freunde ebenfalls an den tollen, neuen Funktionen teilhaben wollen. Und wenn es nur wenige Euros kostet, machen vermutlich doch viele freiwillig mit.

Mit dem letzten Update kamen jedoch noch kostenfreie Neuheiten. Mitte Juni kündigte WhatsApp neue Profileinstellungen an. Jetzt können die Profilinformationen für einzelne Nutzer unsichtbar gemacht werden. Wie bei Facebook gibt es nun auch bei WhatsApp die Freigabeoption „Meine Kontakte außer…“. Man kann also festlegen, dass ganz bestimmte Nutzer die eigenen Profilinformationen nicht sehen können, auch wenn diese ansonsten für alle Freunde sichtbar sind. Außerdem kann man die Ansicht der Informationen für jeden oder niemanden freigeben.

2 Kommentare

  1. Ich nutze Whatsapp sowieso nur gezwungener Maßen, weil die “meisten” meiner Freunde und Bekannten es benutzen. Ich sehe aber jetzt schon eine Änderung, es sind viele zu Threema abgewandert, meiner Meinung die beste Alternative, auch weil es europäisch ist und nicht russisch oder amerikanisch aber auch weil es halt nicht Kostenlos ist. Bei allem was Kostenlos ist zahle ich mit etwas anderem, bei Whatsapp sind es meine Daten und die Daten meiner Kontakte. Es lässt aber auch an Funktionalität nichts vermissen. 3,99 Euro einmalig sind mir dafür nicht zu viel. Die Schweizer sind beim Datenschutz noch restriktiver als Deutschland. Interessant wäre noch Signal hat aber leider keine Backup- sondern nur eine Export Funktion. Das wäre mir schon wichtig falls mein Handy mal den Geist aufgibt.

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