Krieg mit Russland: Bundeswehr macht sich kampfbereit

Ungewöhnlich klare Aussagen der Bundeswehr: Man hat sich kampfbereit gemacht! Noch heute Nacht wäre man bereit, das NATO-Territorium zu verteidigen, sagt Luftwaffenchef Holger Neumann.

Der hochrangige Militär gibt kaum Interviews, lässt aber jetzt über den „Telegraph“ (eine klare Botschaft an Russland ausrichten: Die deutsche Luftwaffe sei bereit, „heute Nacht zu kämpfen“ und werde „jeden Zentimeter“ des NATO-Territoriums verteidigen. Seine Streitkräfte würden verheerende Luftschläge starten, sofern Russland die NATO angreift.

Angriffsziele genannt
In der NATO gebe es „keine unterschiedlichen Sicherheitszonen“ – ein Angriff würde in jedem Fall als Angriff auf alle Mitglieder gewertet werden, egal wo er erfolgt. Als mögliche erste Angriffsziele nannte er die russische Kola-Halbinsel, die Exklave Kaliningrad und das Schwarze Meer.

Deutliche Worte
So deutlich hat sich seit Jahren niemand aus der Branche geäußert. Doch gerade Neumann, der die Aufrüstung in der deutschen Luftwaffe als Teil des Traums von Bundeskanzler Friedrich Merz leitete, steht dafür, Europas „stärkste konventionelle Armee“ aufzubauen. Das milliardenschwere Finanzierungspaket der Regierung für aufgewertete Bestände an Luftverteidigungssystemen hat er freudig begrüßt.

„Werden jeden Zentimeter verteidigen“
Es sei auszuschließen, dass Deutschland zögern würde, gegen Russland zurückzuschlagen, so der Militär: „Wenn es zu einem Konflikt kommt – hoffentlich nie –, aber wenn doch, werden wir jeden Zentimeter unseres Territoriums verteidigen. Ich denke, das ist eine wichtige Botschaft, besonders für den Hohen Norden und für unsere baltischen Verbündeten.”

32 Luftwaffen des westlichen Bündnisses stünden dann der russischen gegenüber. „‚Heute Nacht kämpfen‘ bedeutet: Wenn mich jetzt jemand anruft und sagt, wir haben hier folgende Situation, müssen wir jetzt bereit sein – und wir sind bereit“, sagte er. „Wir werden mit allem reingehen, was wir in Deutschland haben, die Luftwaffe, aber auch in der NATO, um unser Land, unsere Werte, unsere Bevölkerung und unser Bündnis zu verteidigen.“

Verlegung an die NATO-Grenze
Die Aufgabe der Luftwaffe in der NATO bestand über viele Jahrzehnte lediglich aus Transport und Aufklärung. Insbesondere war das in Afghanistan wichtig, wo Luftangriffe eher von amerikanischen und britischen Piloten durchgeführt wurden. Sollte der Krieg mit Russland nun doch eskalieren, dürfte die gesamte deutsche Luftwaffe an die Ostflanke der NATO verlegt werden.

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  • Ohne Worte, keiner geht hin :) Man kann es wirklich nicht mehr ernst nehmen.

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Martin Beier