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Lebensgefahr in der Eifel gebannt: Entlaufene Raubtiere gefunden

Aus dem Zoo in Lünebach (Rheinland-Pfalz) sind gefährliche Wildtiere ausgebrochen, weil der Zoo von den Fluten unterspült wurde. Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar waren aus ihren Gehegen entkommen.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und gesichtete Tiere der Polizei zu melden. Ein Bär musste erschossen werden.

UPDATE 01.04.2018 – 14:25
Die Raubtiere wurden wieder eingefangen und zurück in ihr Gehege gebracht.

Wegen der starken Regefälle ist der an den Zoo anliegende Fluss über die Ufer getreten. Der Tierpark wurde überflutet und die Gehege beschädigt. Deswegen ging die Polizei davon aus, dass zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar entlaufen sein könnten und zur Gefahr für die Bevölkerung würden.

Der Eifel-Zoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, ca. 50 Kilometer nördlich von Trier. Der Tierpark in der Eifel beherbergt ca. 400 Tiere auf 30 Hektar. Darunter die großen sibirischen Tiger und afrikanische Löwen. Der Ausbruch der Großkatzen und ihr bevorstehender Abschuss hätte für den privat geführten Tierpark eine schwere Katastrophe bedeutet.

Ein Anwohner filmt die Überschwemmung im Ort:

Weitere Unwetter-Schäden in Mitteldeutschland:
Die schweren Unwetter sorgten vielerorts für dramatische Zustände. In mehreren Orten in Rheinland-Pfalz wurde Katastrophenalarm ausgerufen. In Osthessen lagen stellenweise mehrere Zentimeter Hagel. Dramatische Unwetter-Schäden gibt es auch im Saarland: „Die Lage ist dramatisch“, sagte eine Polizeisprecherin in Saarbrücken am Morgen. „Wir haben wegschwimmende Autos und unterspülte Straßen.“ Besonders brutal trafen die Regenmassen die Orte St. Ingbert, Kleinblittersdorf, Blieskastel und Teile von Saarbücken. In Kleinblittersdorf stürzte sogar eine Brücke ein.

Hitzeschäden im Osten
Das Wetter in Deutschland spielt verrückt. Während der Westen unter den Regenmassen ächzt, leidet der Osten der Republik unter Hitzeschäden. In Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein bildeten sich bereits sogenannte „Blowup“ auf den Autobahnen. Das sind Aufwölbungen unter der Fahrbahndecke die bis zum Asphaltbruch führen.