Mafia-Kopf aus Montenegro in deutsches Krankenhaus geflogen

An der medizinischen Hochschule Hannover (MHH) herrscht aktuell die oberste Sicherheitsstufe. Schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinengewehren streifen über die Gänge der Klinik und die Intensivstation gleicht dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses für Schwerkriminelle.

Ein ungewöhnlicher Anblick der wohl berühmtesten Klinik Hannovers. Polizeisprecher Philipp Hasse erklärt hierzu kurz und knapp: „Zum Schutz von Persönlichkeitsrechten werden dazu seitens der Polizei keine weiteren Angaben gemacht“.


Wie die „Bild“-Zeitung nun aber berichtet, wurde in die Hannover Klinik schon in der letzten Woche ein hochrangiges Mitglied der Mafia aus Montenegro eingeliefert. Der Mann wurde von der Adriaküste nach Hannover geflogen und kam dort am Flughafen Langenhagen an. Von dort aus wurde er unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen und in Begleitung eines Spezialeinsatzkommandos der deutschen Polizei in die MHH gebracht.

Noch kurz vor seiner Einlieferung in das deutsche Krankenhaus lag er in einem montenegrinischen Krankenhaus und wurde dort an 27 Einschüssen in Armen und Beinen behandelt. Die Versorgung soll aber nicht besonders gut gewesen sein, weswegen sich der Mafia-Boss dazu entschieden habe, nach Deutschland geflogen zu werden. Dort erhoffte er sich eine bessere Versorgung.
Immerhin ist Deutschland auch für seine medizinisch hervorragende Versorgung bekannt.

Informationen, die ebenfalls der „Bild“-Zeitung vorliegen, besagen, dass die Behandlungskosten des Patienten mehrere Tausend Euro betragen. Diese werden allerdings vom Opfer selbst getragen, weil er in Deutschland über keine Krankenversicherung verfügt.

Dass es in Montenegro regelmäßig zu dramatischen Schießereien kommt, ist kein Geheimnis. Die hier verfeindeten Skaljari- und Kavac-Clans bekriegen sich seit Jahrzehnten. Allerdings sind diese Mafiosi auch in Deutschland aktiv. Im Mai 2019 erst wurden in Brandenburg zwei montenegrinische Clan-Mitglieder hingerichtet.

Diese Tatsache dürfte die immense Bewachung des Verletzten in der MHH erklären.

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