Massenevakuierung in mehreren US-amerikanischen Bundesstaaten

Nach der enormen Hitzewelle in diesem Sommer kommt jetzt endlich der Herbst mit mildererem Wetter, Regen und schönen Farben. In einigen Teilen der Welt bedeutet der Herbst allerdings auch den Auftakt einer der gefährlichsten Jahreszeiten, darunter auf dem amerikanischen Kontinent. Dann beginnt nämlich die „Tornado-Season“, die sich mit dem Klimawandel zunehmend gewaltiger vertont. Jetzt haben die Behörden in mehreren Bundesstaaten der USA eine Massenevakuierung eingeleitet, nachdem das Sturmtief „Isaia“ sich auf dem Weg über den Atlantik in einen ausgewachsenen Tornado der Kategorie 2 entwickelt hat. An der gesamten Golfküste der Vereinigten Staaten wurden jetzt die Bewohner dazu aufgefordert, sofort ihre Häuser zu verlassen und sich in das sichere Inland zu bewegen. 

Traumlocation wird zum Albtraum 

Besonders stark betroffen ist der Bundesstaat Florida, in den es viele Amerikaner in der älteren Altersgruppe zieht. Mit einem verhältnismäßig warmen Klima das ganze Jahr über träumen die meisten Amerikaner davon, ihr Rentenalter in Florida an der Küste zu verbringen. Mehr als 23 Millionen Menschen wohnen mittlerweile in der flächenmäßig kleinen Halbinsel, die von fast allen Seiten von Wasser umgeben ist. Neben Florida sind auch die Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Georgia von der Zwangsevakuierung betroffen und auf den Straßen über große Teile der Länder haben sich enorme Staus und Verkehrschaos entwickelt, weil Millionen Küstenbewohner ins Inland drängen. In der Zwischenzeit versucht der amerikanische Katastrophenschutz, die Küstenstädte von dem unmittelbar bevorstehenden Hurrikan bestmöglich zu verteidigen. 

Meterhohe Wellen und Wirbelstürme 

Der Wetterdienst in den Vereinigten Staaten warnt jetzt vor Sturmböen von bis zu 180 Kilometern pro Stunde und Wellen an der Küste, die eine Höhe von zwei Metern beträchtlich überschreiten werden. Gleichzeitig werden plötzlich entstehende Wirbelstürme erwartet, deren Örtlichkeit sich nicht im Voraus festlegen lässt. Die Katastrophenwarnung gilt nicht nur für den heutigen Tag, sondern für das gesamte Wochenende und sämtliche Flughäfen in den betroffenen Gebieten wurden für den Passagiertransport gesperrt. 

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Alexander Grünstedt