Merkel blieb in Washington nur die Nebenrolle

Angela Merkel ist zu Besuch bei US-Präsident Donald Trump. Doch sie konnte an seiner Seite dieses Mal nur die Nebenrolle spielen.

Schon früh wurde im US Fernsehen auf allen Kanälen das Friedenstreffen zwischen Nord- und Südkorea übertragen. Damit hat Donald Trump einen großen weltpolitischen Erfolg feiern können. Während Trump und Merkel zusammen auf der Bühne waren, wurde dieses Ereignis öfters Angesprochen und so stahl der Amerikaner Merkel die Show.


Das harte Durchgreifen von Trump mit Nordkorea bestätigt ihn in seiner Politik. Daher hatte es Merkel äußerst schwer irgendeine Zugeständnisse von ihm zu erhalten. Denn was Obama nicht geschafft hat, erreichte Trump mit einer Mischung aus Härte und Unberechenbarkeit.

Ausgerechnet jetzt, möchte Deutschland die USA um den Verzicht auf die Strafzölle bitten. An der Pressekonferenz mit Trump, musste Merkel anerkennen, dass ein Druckmittel gegen den US-Präsidenten nicht wirklich vorhanden ist: „Der Präsident wird entscheiden“.

Es macht den Eindruck, dass die Kanzlerin bei ihrem Washington-Besuch nicht wirklich etwas bewirkt hat. Man hat sich bemüht die Freundschaft aufrecht zu erhalten und das war eigentlich auch schon alles.


Zu der Iran-Frage und den europäischen Handelsüberschüssen fand Trump klare Worte: „Iran wird keine Atomwaffen bekommen, glauben Sie mir.“ Die Nato bekommt gleich auch etwas zu hören: „Die Nato nützt Europa, nicht uns.“ Auch an den umstrittenen US-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen und der Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland konnte Merkel nichts ändern. Von einer Einigung ist man weit entfernt.

Wer sich erhofft hatte, dass Angela Merkel Trump zum Einknicken bringen könnte, war wohl zu optimistisch. Denn der Präsident ist auf der Mission erst einmal alles zu reparieren oder zu ändern, was den amerikanischen Bürgern schadet.


Jedoch ist Merkel nicht die Erste, die sich an Trump die Zähne ausbeißt. Während Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dem US-Präsident höchste Ehre zuteilen ließ, versuchte es Angela Merkel mit Argumenten und Verhandlungsgeschick. Trump ist davon nicht beeindruckt und sein Erfolg in Korea, welchen Merkel ausdrücklich anerkannte, bestärkt Trump in seiner Weltansicht.

Obwohl viele Trump verachten, seine Twitter-Politik nicht verstehen, ihn versuchen diplomatisch auszutricksen und viele Prominente Figuren gegen ihn sprechen – alle sind an Donald Trump gescheitert.

Angela Merkels Reise hat wieder einmal bewiesen, dass die Welt einsehen und lernen muss den US-Präsident Donald Trump ernst zu nehmen.

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