Mieterbund warnt vor extremen Kosten: Mieter und Eigentümer betroffen

Die Energiekosten steigen. Der Staat will das etwas abfedern. Doch was kommt nun wirklich auf uns zu? Nun spricht der Mieterbund Klartext. Mieter müssen sich auf „enormen Nachzahlungen“ einstellen. Für Eigentümer gilt das ebenso.

Wie die „Bild“-Zeitung vom Deutschen Mieterbund erfuhr, sind viele Menschen in Deutschland extrem verunsichert wegen der Gaspreisentwicklung und anderen Energiekosten. Man stelle einen deutlich erhöhten Beratungsbedarf fest, sagte Lukas Siebenkotten (65), der Präsident des Deutschen Mieterbundes. Zeit also, für eine offizielle Stellungnahme.

Siebenkotten rät Mietern, jetzt ihre Abschlagszahlungen anzupassen. Wer dies nicht tue, müsse im nächsten Jahr „enorme Nachzahlungen“ befürchten. Der Mieterbund rät davon ab, alle Hoffnung auf die Versprechungen der Regierung zu setzen, welche die Gaspreise für Verbraucher ausbremsen will. Noch sei unklar, wann die geplanten Staatshilfen bei den Mietern ankommen. Bis dahin können sich hohe Kosten ansammeln.

Die Regierung will im Dezember einmalig eine Entlastungszahlung leisten. Der Staat soll dann einmalig die Abschlagszahlung (Höhe des September-Abschlags) für Gas- und Fernwärmekunden übernehmen. Weiter ist ein Preisdeckel für Gas und Fernwärme geplant. Der soll aber erst im März kommen, dann also wenn die Hauptheizperiode schon vorbei ist. Auch die Strompreise sollen im neuen Jahr gedeckelt werden. Nach „Bild“-Recherchen ist jedoch ebenfalls erst im März mit einer Umsetzung zu rechnen.

Auch die Verbraucherzentrale warnt Privathaushalte vor hohen Kosten für Strom oder Gas. Sie rät Verbrauchern dazu, selbst nachzurechnen, wie hoch ihr Abschlag sein sollte und die Zahlungen entsprechend einzurichten. Das Problem: Teilweise wurden viel zu hohe Abschlagszahlungen berechnet. Das stellte eine unnötige Belastung dar. Außerdem besteht immer das Risiko, dass ein Anbieter in die Insolvenz rutscht. Dann sind die Abschläge weg. Andere Anbieter haben dagegen noch gar nicht reagiert. Auch das wird der Situation nicht gerecht. Dann droht nämlich eine extreme Nachzahlung, wie sie auch der Mieterbund befürchtet. So rechnen Sie laut Verbraucherzentrale Ihren richtigen Abschlag für Strom oder Gas:

  1. Ermitteln Sie den aktuellen Brutto-Preis je Kilowattstunde (kWh) Ihres Anbieters
  2. Ermitteln Sie Ihren Jahresverbrauch. Die Summe finden Sie in der letzten, normalen Jahresabrechnung Ihres Versorgers.
  3. Ermitteln Sie, ob ein Grundpreis oder ein Messentgeld fällig wird
  4. Tragen Sie die Daten im Abschlagsrechner der Verbraucherzentrale ein und schon erhalten Sie Ihren persönlichen Idealabschlag pro Monat.

Verbrauchern wird geraten, ihren monatlichen Abschlag dieser realen Zahl anpassen zu lassen. Auch hier helfen die örtlichen Verbraucherschutzzentralen bei der Kommunikation mit dem Versorger.

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