Monsterorkan bewegt sich auf Deutschland zu

Die letzte Woche sah eine verheerende Zerstörung über große Flächen in Südeuropa mit vielen Toten und Verletzten. Dabei ist nicht nur die Rede von den gewaltsamen Demonstrationen, die Frankreich, Italien und Albanien heimsuchen, sondern auch von einer brutalen Wetterlage. In Spanien hatten die Wassermassen ganze Landschaften zerstört, Menschen mitgerissen und enorme Schäden an der Infrastruktur verursacht. In Istanbul in der Türkei befürchtet man jetzt sogar, dass aufgrund der enormen Überschwemmungen, die im Laufe der letzten Woche die Stadt getroffen haben, mehrere Gebäude einstürzen könnten. Nordeuropa und Deutschland waren weitgehend von dem stürmischen Wetter verschont geblieben. Das ändert sich allerdings im Laufe der Woche. Meteorologen warnen heute Morgen vor einem Riesenorkan, der sich gerade im Atlantik bildet und sich über Nordfrankreich und die Beneluxstaaten auf dem Weg nach Deutschland bewegt. 

Sturmböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde 

Laut ersten Berechnungen werden in Nordfrankreich Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde erreicht, die voraussichtlich enorme Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur der Region verursachen werden. Danach bewegt sich der Orkan über die Beneluxländer hinweg und wird wahrscheinlich am Freitag Nord- und Westdeutschland erreichen. Meteorologen gehen davon aus, dass sich der Orkan in seinem Zug über Belgien und die Niederlande abschwächen wird, aber auch in Norddeutschland können noch Sturmgeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Besonders stark betroffen ist die Region zwischen Köln und Hamburg, wo neben den starken Winden auch Überschwemmungen erwartet werden. 

Schneefallgrenze sinkt 

Neben den Sturmböen werden auch starke Regenfälle in den betroffenen Gebieten erwartet. Die Temperaturen sinken stellenweise deutlich unter 10 Grad Celsius und vielerorts wird Nachtfrost erwartet. Der Orkan wird am Samstag abziehen, aber Meteorologen warnen vor einem neuen Sturmtief, das sich über Skandinavien entwickelt und am Sonntag Deutschland erreichen könnte. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe der Woche von etwa 2000 Metern über dem Meeresspiegel auf 1200 Meter und in mehreren Höhenlagen wird Neuschnee von bis zu 40 cm erwartet. 

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Alexander Grünstedt