Mord auf offener Straße in Quedlinburg

Schockzustand im Harz. Ein 73 Jahre alter Mann ist an einer Straße in Quedlinburg am Montagabend durch mehrere Schüsse regelrecht hingerichtet worden. Nach der Bluttat ist der Täter unerkannt geflüchtet.

Der Tatort liegt in der Straße Gröpern, welche direkt zu den Bosse-Wiesen führt und ist eine Sackgasse. Eine kleine Brücke führt in der Mitte der Straße über den Mühlgraben. Die Straße selbst ist für Fahrzeuge nicht befahrbar. Um 18.45 Uhr fallen dort dann am Montagabend urplötzlich Schüsse.

Der Anwohner Wolfgang Preller saß zu diesem Zeitpunkt vor dem Fernseher: Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte er am Dienstag: „Auf einmal habe ich etwas knallen hören“. Kurz darauf schaut Preller nach und kann einen am Boden liegenden Mann sehen. Bei ihm sind Ersthelfer, die dabei sind, ihn zu reanimieren.

Rettungskräfte können den Verletzten nicht mehr retten

Kurz darauf treffen die alarmierten Einsatzkräfte von Polizei und Rettungswesen an dem Tatort ein. Aber für das angeschossene Opfer kommt jede Hilfe zu spät. Der Sprecher der Polizei, Frank Küssner, sagte: „Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann im Rentenalter.“ Mittlerweile ist auch bekannt, dass der 73 Jahre alte Mann an drei Schüssen in den Rücken gestorben ist.

Diese Angaben decken sich auch mit den Aussagen der Augenzeugen vor Ort. Diese hatten gegen 18.45 Uhr mehrere Schüsse vernommen. Am Abend noch sagte der Einsatzleiter der Polizei: „Ein Tatverdächtiger ist auf einem Fahrrad flüchtig in Richtung Innenstadt. Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang und konzentrieren sich auf die Festnahme des Verdächtigen.“

Polizei setzt Hubschrauber und Spürhunde bei der Fahndung ein

Von der Kripo ist eine umgehende Ringfahndung eingeleitet worden. Ein Polizeihubschrauber kreiste noch bis zum Einbruch der Dunkelheit über Quedlinburg. Wie die Zeugen weiter berichteten, war der flüchtige Täter in dunkler Kleidung mit einem dunklen Basecap gekleidet.

Die örtlichen Ermittler haben dann mit der einsetzenden Dämmerung Scheinwerfer aufgestellt. Damit ist der Tatort umfassend ausgeleuchtet worden um weitere Spuren sichern zu können. Inzwischen sind auch Spürhunde eingesetzt worden, die die Beamten nach dem flüchtigen Täter unterstützen. Jedoch fehlt bislang noch jede Spur von dem Killer. Ebenso ist das Motiv noch absolut unklar, wie die Polizei am Dienstagvormittag mitgeteilt hat.

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