Mutter und Tochter von den eigenen Hunden zerfleischt

Am Mittwoch wurden die entsetzlich entstellten Leichen von zwei Frauen in Madrid entdeckt. Offenbar wurden sie von ihren eigenen Hunden zerfleischt.

Über den Zustand indem sich die Leichen von einer Mutter und ihrer Tochter befanden, sollen selbst die Sanitäter schockiert gewesen sein, so berichten es mehrere Medien, unter anderem „The Irish Sun“. Die Frauen im Alter von 57 und 41 Jahren seien mit Bissspuren übersät gewesen und teilweise angefressen worden. Die „Todeshunde“ sollen zwei Bordeaux-Doggen sein, insgesamt leben jedoch sechs Hunde in dem Familienverband. Die anderen vier Hunde, deren Rasse nicht weiter genannt wurden, hätten sich jedoch nicht an dem Angriff beteiligt. Die beiden entstellten Leichen wurden auf der Terrasse von den Ehemännern entdeckt, als diese heimkehrten. Die riefen den Rettungsdienst an und sperrten die Hunde weg, bis Hilfe kam.

Die Polizei ermittelt noch
Die Polizei ermittelt derzeit, wie es zu dem Tod der beiden Frauen kommen konnte. Fest steht, dass die Hunde nicht als aggressiv galten. Auffällig ist auch, dass die Tochter eine tödliche Nackenverletzung erlitten habe, wohingegen die Mutter fast vollständig zerbissen worden war und an Blutverlust gestorben sei, so berichten lokale Medien.

Die Tiere scheinen (sonst) friedlich zu sein
Laut Zeugenaussagen sollen die Tiere ganz brav, „fast verspielt“, gewesen sein, als die Sanitäter eintrafen. Die Aussage deckt sich mit den Erzählungen von einem Freund der Familie. Der erklärte gegenüber den lokalen Medien: „Die Hunde wurden von ihnen aufgezogen, und wir haben keine Ahnung, warum sie sie so angegriffen haben.“ Die Tiere galten als ruhig, berichtet „The Irish Sun“. Auch der Präsident des örtlichen Nachbarschaftsvereins wunderte sich: „Wir sind schockiert. Es gibt gefährliche Hunde, die angreifen, wenn ein Fremder in ihr Territorium kommt, aber diese Tiere lebten mit der Familie.“ so der Vereinsvorsitzende laut TAG24. Derzeit befinden sich die Hunde in einem örtlichen Tierheim.

Sind Bordeaux-Doggen besonders gefährlich?
Bordeaux-Doggen zählen in mehreren deutschen Bundesländern zu den Listenhunden, d.h. sie werden in diesen Bundesländern als potenziell gefährlich eingestuft und daher gelten rechtliche Sonderbestimmungen für die Haltung. Das Institut für Tierschutz und Verhalten in Hannover hat jedoch in Studien widerlegt, dass es einen Zusammenhang zwischen Rasse und aggressivem Verhalten gäbe. „Hunde werden nicht böse geboren“, sagte der zuständige Professor Hans-Joachim Hackbarth Anfang des Jahres zum MDR. Das Problem liege demnach bei den Haltern.