Reisen wird ab Pfingsten wieder möglich sein

In Deutschland ist Lockdown und so ist an Urlaubsreisen derzeit überhaupt nicht zu denken. Und die Bundesregierung geht davon aus, dass die auch noch einige Monate so bleiben wird. Doch der Tourismus-Beauftragte Bareiß macht nun Hoffnung für den Sommerurlaub.

Für die Bürger sind die Aussichten trüb. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung hat wenig Hoffnung, dass in den Osterferien schon wieder an Urlaub gedacht werden. Gegenüber „ntv“ sagte er: „Ich glaube, dass Reisen etwas ist, das die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist“. In Deutschland und Europa ist die Infektionslage immer noch mit Sorge zu betrachten, Virus-Mutationen erschweren den Kampf zusätzlich. Erst im zweiten Vierteljahr rechne er mit Besserung. „Ab den Pfingstferien wird es wieder besser. Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird.“

Bei „ntv“ sagte der CDU-Politiker, dass Urlaub in Deutschland im Sommer wieder möglich sein werde. Machbar seien vermutlich auch Fernreisen, dies hänge jedoch von der örtlichen Situation ab. Nicht zwangsläufig stellen die Virus-Mutationen ein großes Risiko im Sommer dar, denn von den Herstellern der Impfstoffe ist klar gesagt worden, dass auch mutierte Versionen durch die Impfstoffe in Schach gehalten werden. „Wenn wir im zweiten Quartal in Deutschland wirklich die meisten Menschen geimpft haben, wird es im Sommer eine Sicherheit geben fürs Reisen.“

Für Einreisende gelten neue Regeln

Jedoch betont der Parlamentarische Staatssekretär auch: „Das Reisejahr 2021 wird immer noch sehr, sehr außergewöhnlich sein.“ Nach wie vor gehe die Sicherheit vor. Dass die Urlauber gesund wieder nach Hause kommen, liege auch im Interesse der Tourismusbranche. Ein Qualitätsmerkmal der Branche sei daher das Thema Sicheres Reisen. „Wir wollen nicht solche Verhältnisse wie in Ischgl im letzten Jahr.“

Gerade die Impfungen machten dabei Hoffnung. Allerdings hat die Bundesregierung auch klargemacht, dass es keine Zweiklassengesellschaft beim Reisen geben dürfe. „Wir wollen, dass jeder ganz normal behandelt wird, egal ob geimpft oder nicht geimpft.“

Zwei zusätzliche Stufen von Risikogebieten will die Bundesregierung für Reiserückkehrer einführen, so der Beauftragte weiter. Als Hochrisikogebiet sollen dabei die Regionen eingestuft werden, die mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in 7 Tagen aufweisen. Neben der Pflicht zur Quarantäne werde hier auch eine zusätzliche Testpflicht eingeführt.

Für Regionen in denen gefährliche Virus-Mutationen grassieren, gelte dann eine dritte Stufe. Geltende Ausnahmeregeln für Einreisende aus solchen Regionen werden dann stark reduziert. Bareiß sagte dazu: „Hier müssen wir wirklich aufpassen. Wenn die mutierten Viren sich verstärkt in Deutschland verbreiten, gibt es eine schnelle Infektionskette. Das würde unser Gesundheitssystem enorm belasten“.

Die bislang geltende Einstufung von Ländern als Risikogebiet, wenn eine Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen vorliegt, bleibt hingegen bestehen. Am Mittwoch könnte das Kabinett die entsprechenden Änderungen in der Muster-Quarantäneverordnung beschließen.

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