Retter können E-Auto nicht löschen – Frau (19) verbrennt im Wrack

In Brandenburg ereignete sich ein dramatischer Unfall mit einem E-Auto. Rettungskräfte sowie der Vater des Opfers mussten zusehen, wie das Auto samt Fahrerin ausbrannte, weil es ihnen nicht möglich war, das Feuer zu löschen.

Am Dienstag-Nachmittag verunfallte eine 19-Jährige auf der L 90 bei Schmergow (Brandenburg) und starb. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung war die junge Frau im Zuge eines Streits ohne Führerschein in den Audi gestiegen. Ihre Fahrt mit „überhöhter Geschwindigkeit“ endete mit einem Frontalcrash gegen einen Baum, bestätigte die Polizei. Dann fing das Elektrofahrzeug Feuer.

Ein Ersthelfer versuchte das Fahrzeug zu öffnen, um die junge Frau zu retten. Doch die Tür war verkeilt. Auch die Feuerwehr schaffte es nicht, die Frau aus dem brennenden Fahrzeug zu befreien. Erst einem Schreiner gelang es schließlich, die Scheiben mit einem Hammer einzuschlagen.

Ein Helfer berichtete, dass die Feuerwehr trotzdem nicht an die eingeklemmte Frau herankam. „Die Flammen waren zu dicht, immer wieder knallte es.“ Der Vater der Fahrerin habe mitansehen müssen, wie das Fahrzeug mit seiner Tochter ausbrannte. Er war der 19-Jährigen gefolgt, nachdem diese in einem Streit unerlaubt in den Audi gestiegen und mit diesem davon gerast war.

Ein Löschen des Fahrzeugs war zunächst nicht möglich. Weil die Elektroteile des modernen Autos unter Hochspannung stehen könnten, habe die Feuerwehr kein Wasser einsetzen können, schreibt die „Bild“. Stattdessen hätten die Rettungskräfte darum gekämpft, den Akku des Fahrzeugs vor einer Überhitzung zu schützen. Dieser könnte aufgrund des verbauten Lithiums große Hitze entwickeln und explodieren. Der Audi brannte an Ort und Stelle aus.

Kristian Titsch, der Leiter der Gemeindefeuerwehr Groß Kreuz beklagte, „jedes Automodell hat sein eigenes System“, daher mangele an Informationen für die Brandbekämpfung von Elektrofahrzeugen.

Laut ADAC ist das Risiko sehr gering, dass ein E-Auto sich entzündet, weil alle Elektro-Fahrzeuge eine „Crashsensorik“ enthielten, die das Stromsystem des Autos sofort unterbrechen würden, wenn eine Fehlfunktion auftritt. Daher könnten Helfer auch bedenkenlos die Fahrzeugtür einen E-Unfallwagens öffnen, ohne einen Stromschlag fürchten zu müssen. Allerdings räumt auch der ADAC ein, dass diese Schutzmechanismen bei schweren Beschädigungen bzw. Deformierungen des Fahrzeugs außer Kraft gesetzt werden könnten. Im schlimmsten Fall könne es zu einer Entzündung der Antriebsbaterie kommen.

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