Russland droht Ukraine mit Atomkrieg

Als Putin die Invasion der Ukraine im Jahre 2022 anordnete, hatte er mit Sicherheit nicht damit gerechnet, dass der Krieg sich über Jahre hinweg ziehen würde. Dabei hat er auch außer Acht gelassen, dass auch Russland und Moskau von den vermeintlich schwachen Ukrainern angegriffen werden könnten. Jetzt ist der Krieg tatsächlich in der russischen Hauptstadt angekommen und die Moskauer Bürger haben zum ersten Mal Todesangst. Damit schwenkt auch die Stimmung gegen die russische Regierung und den Präsidenten, und die meisten Russen verlangen nach den ukrainischen Angriffen auf Moskau in den vergangenen Tagen ein sofortiges Ende des Krieges.  

Krieg kehrt zu seinem Ursprung zurück 

Die Ukraine betrachtet die Angriffe auf Moskau als einen „gerechtfertigten Gegenschlag“ gegen die Verwüstung und die Toten nach russischen Angriffen auf die ukrainische Zivilbevölkerung. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kehrt der Krieg „dorthin zurück, wo er herkam“. Die Angriffe auf Moskau, bei denen bisher drei Menschen ums Leben kamen, sollen „den Russen ganz klar zu verstehen geben: Ihr Staat muss diesen Krieg beenden“. In Russland kam man zu dem gleichen Entschluss, wenn auch mit weit schlimmeren Maßnahmen, als die Ukraine und Selenskyj jemals ermessen konnten. Dort droht man nämlich jetzt mit Atomwaffen, um den Krieg „ein für alle Mal“ zu beenden.

Training mit Atomwaffen und Belarus 

„Eine Atommacht darf nicht bedroht werden, ihre Existenz kann nicht bedroht werden. Genau das gibt uns die Gewissheit, und genau das ist die Grundlage der nuklearen Abschreckung“, sagte ein Kremlsprecher nach den Angriffen auf Moskau. Gleichzeitig gab man bekannt, dass das russische Militär jetzt mit Atomwaffen-Übungen beginnen wird. Daran teilnehmen wird auch Belarus, dessen autoritärer Regierungschef Alexander Lukaschenko zu den engsten Verbündeten Putins gehört. Die Teilnahme von belarussischen Streitkräften ist besonders brisant, weil das Land neben Russland auch Grenzen mit der Ukraine, Polen und dem Baltikum teilt. Neben den Drohungen um den Einsatz von atomaren Waffen im Krieg gegen die Ukraine hat Russland überraschenderweise angedeutet, Friedensverhandlungen über die Ukraine mit der EU aufnehmen zu wollen. Als Bedingung stellten die Russen, dass die Verhandlungen unter keinen Umständen in der Regie der estnischen EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas organisiert werden sollen. Kallas ist eine lautstarke Kritikerin des russischen Präsidenten Putin, die sich besonders für eine Aufrüstung Europas gegen die Bedrohung aus Russland starkgemacht hat.

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  • Also, wie soll man das Verstehen? Eine Atommacht hat immer Recht? Eine Atommacht kann jedes Land unterdrücken? Jede Atommacht ist ein Imperialist? Oder stimmt das nur für Russland? Ich kenne den Kommunismus nur zu gut. Dort hieß es immer: Die Partei hat immer Recht. Was ist denn eigentlich der Unterschied zu den Nazis? Eigentlich nur die Farbe des Hemds. Fahnenapelle und Fackelzüge gab es in der DDR und bei den Nazis. Selbst die Armee-Klamotten waren die selben, wie bei den Nazis.

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Alexander Grünstedt