Ryanair-Ausverkauf: Mallorca-Flüge unter 3 Euro

Ryanair schockt wieder mit Tiefstpreisen: Für weniger als 3 Euro hebt der Billigflieger nach Mallorca ab, für knapp 4 geht es nach London oder Portugal.

Derzeit bietet Ryanair-Flüge von Frankfurt nach Mallorca unter 3 Euro an. Ab Berlin Schönefeld sogar unter 2 Euro. Ziele wie London, Lissabon, Budapest, Venedig oder Valencia können von einigen Flughäfen immerhin noch unter 10 Euro erreicht werden. Auf der Ryanair-Website wird die Aktion als „Sommer Megal Sale“ mit dem Hinweis „vorbehaltlich Verfügbarkeit“ beworben.

Ryanair hat sich traditionell auf Kurzstrecken spezialisiert. Für Fernziele wirft Eurowings derzeit Billigangebote auf dem Markt: Die Lufthansa-Tochter hebt in die Dominikanische Republik, nach Kuba oder Jamaika unter 200 Euro ab. Für unter 100 Euro geht es nach Ägypten oder in die Türkei. Direkt nach Ryanair behauptet sich easyJet als zweitgrößte Billigfluggesellschaft Europas. Fokus von easyJet sind die großen europäischen Metropolen.

Berliner Warnstreik legt Flughäfen lahm
Neben dem Preiskampf sind Airlines und Flughäfen auch stetig im Lohnkampf. Am heutigen Montagmorgen legte ein Warnstreik des Sicherheitspersonals der Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld den Flugverkehr von und zur Hauptstadt lahm. Knapp 60 Flüge wurden bereits im Vorfeld gecancelt.

Ab 10 Uhr sollte der Betrieb wieder normal weiterlaufen, bis dahin mussten hunderte Passagiere Verspätungen oder Umbuchungen hinnehmen. Dennoch war die Lage am Flughafen „relativ entspannt“, so ein Flughafensprecher. Die Airlines hätten ihre Fluggäste vorab gut informiert, sodass trotz der Einschränkungen kein Chaos entstanden war. Auch ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi erklärte: „Der Warnstreik war gut organisiert, und wir sind zufrieden mit dem Ablauf.“

Ziel des Warnstreiks war es ein „erstes Signal“ an die Arbeitgeber zu senden. Verdi möchte damit erreichen, dass die Arbeitgeber ein „verhandlungsfähiges“ Angebot für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Flughafen-Sicherheit vorlegen. Laut Verdi habe der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen in der vierten Verhandlungsrunde „ein völlig unzureichendes Angebot“ vorgelegt.

Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle. „Weitere Arbeitskämpfe auch an anderen deutschen Flughäfen sind nicht ausgeschlossen“, kündigte die Gewerkschaft an. Rainer Friebertshäuser, Leiter der Tarifkommission auf Arbeitgeberseite hatte unterstellt: „Verdi will scheinbar keinen Tarifvertrag verhandeln, sondern lieber streiken.“ Für ihn sie die 20-Euro-Forderung untragbar. Dies würde in einzelnen Tarifgebieten eine Erhöhung um bis 55 Prozent bedeuten.