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Sattelschlepper crasht in Hockey-Mannschaftsbus in Kanada

Eine unglaubliche Tragödie ereignete sich gestern Abend in Kanada. Wie die Zeitung „The Globe and Mail“ berichtet, ereignete sich ein Unfall mit tödlichen Folgen um ungefähr 17 Uhr Ortszeit in der Stadt Tisdale, welche in der Provinz Saskatchewan im westlichen Teil des Landes liegt.

Das Junioren Eishockey-Team „Humboldt Broncos“ war mit dem Bus auf dem Weg zu einem Spiel, als das Unglück geschah. Ein Sattelschlepper rammte den Bus mit 28 Insassen, darunter der Cheftrainer, Spieler sowie der Busfahrer. Ob sonst noch weitere Familienmitglieder mit auf der Reise waren ist nicht bekannt.

Alle Teammitglieder sind zwischen 16 und 21 Jahre jung und die Tragödie hat 14 Leben gefordert. Unter Berufung der örtlichen Polizei befindet sich der Busfahrer sowie Cheftrainer Darcy Haugan unter den Todesopfern und drei Menschen befinden sich immer noch in kritischem Zustand.

Die Junioren-Teams in Kanada gelten oft als die nächste große Hoffnung für die Profi-Liga NHL. Daher verwundert es nicht, dass das ganze Land, inklusive dem Premier Minister Justin Trudeau sich äußerst bestürzt zeigen. Kevin Garinger, Präsident der Broncos hat sich bereits zu Wort gemeldet: „Unsere Broncos-Familie ist schockiert, während wir versuchen, unseren unglaublichen Verlust zu begreifen.“

Justin Trudeau teilt sein Mitgefühl via Twitter mit: „Ich kann mir nicht vorstellen was die Eltern jetzt durchmachen“. Auch Saskatchewans Premierminister meldet sich via Twitter. Er ist zutiefst betroffen und meint, dass Worte den Verlust der heutigen Nacht nicht beschreiben können.


Mittlerweile halten die Überlebenden zusammen. Der Vater eines Verletzten postet ein Bild seines Sohnes mit 2 Mannschaftskollegen: Sie halten sich an den Händen und geben sich Kraft.


Die Polizei hat auf ihrer Facebook-Seite die Öffentlichkeit informiert, dass die erste Priorität die Rettung aller Beteiligten war und noch keine Details zum Hergang des Unfalls bekannt sind. Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, herauszufinden wie es zu diesem schrecklichen Zusammenstoß kam. In der Zwischenzeit wurden Familienangehörige und Freunde aufgefordert die örtliche Kirche aufzusuchen, wo ihnen weitere Informationen und Hilfe angeboten werden.

In Saskatchewan herrschen noch tiefe winterliche Temperaturen. Immer noch gibt es Tage mit Schneefall von bis zu 10 cm und es herrscht eiskalte -20 Grad. Ob die Straßenkonditionen und eisige Kälte einen Faktor im Unfall gespielt haben, wird sich nach den Untersuchungen der Polizei zeigen.