

Millionen von Verbrauchern kaufen hier jede Woche ein, doch das ist heutzutage leider keine Garantie dafür, dass das Geschäft tatsächlich gut läuft: Es ist dennoch ein Schock, dass ein Unternehmen, das eng mit dem erfolgreichen Discounter Netto Marken-Discount verbunden ist, Insolvenz anmelden muss. Und es ist nicht das erste Mal, dass dies passiert.
Steaks aller Art, Würstchen, Grillfleisch, Hackfleisch – eine Theke, bei deren Anblick Fleischliebhabern das Wasser im Mund zusammenläuft. Doch trotz ihrer 33-jährigen Geschäftstätigkeit und ihrer gut etablierten Filialen in den Kaufland- und Netto-Marken-Discount-Märkten war die jüngste Vergangenheit für die Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH von Herausforderungen geprägt.
Deutsche Fleischei-Kette meldet Insolvenz
Das in Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern ansässige Unternehmen musste diese Woche Insolvenz anmelden. Die Gründe dafür sind vielen Lesern bereits nur allzu bekannt: Steigende Kosten aufgrund hoher Energiepreise und Lohnerhöhungen sowie die Zurückhaltung der Käufer – aufgrund der hohen Inflation sind immer weniger Verbraucher bereit, Geld für frisches Rumpsteak auszugeben.
Doch noch ist nicht alle Hoffnung verloren: Ein Spezialistenteam wurde hinzugezogen, um zu prüfen, was getan und geändert werden kann, um das Unternehmen zu sanieren und wieder auf Kurs zu bringen. Rechtsanwalt Michael Busching wird die Fleischerei dabei als Sachwalter unterstützen. Gleichzeitig wird auch nach einem Investor gesucht. Es bleibt zu hoffen, dass das langjährige Unternehmen seine Pläne erfolgreich umsetzen kann.
Große Bäckereikette aus der Insolvenz gerettet
Vor weniger als einem Jahr, Ende September 2025, befand sich die Bäckereikette Leifert GmbH in einer ähnlichen Situation. Auch sie war mit zahlreichen Filialen bei Netto Marken-Discount sowie bei Rewe, Penny und Lidl in Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig und Hannover fest etabliert, doch der Druck durch explodierende Kosten trieb das Unternehmen in die Insolvenz.
Zum Glück für die traditionsreiche Bäckerei ging am Ende alles glimpflich aus. Zwar mussten 12 Standorte geschlossen werden, doch die verbleibenden Filialen können nun voraussichtlich weitergeführt werden. Wie die BILD Ende Juli berichtete, sind Investoren an Bord gekommen: Simone Böhne und Karsten Krüger, die Unternehmer hinter „Karlchens Backstube“, sollen dazu beitragen, die Zukunft der Leifert-Bäckereikette zu sichern.
In dieser Hinsicht hat die Leifert GmbH tatsächlich Glück, wie die BILD hervorhebt: Das wirtschaftliche Umfeld für Bäckereien in Deutschland ist nach wie vor unglaublich schwierig. Allein im ersten Halbjahr 2026 mussten 63 Bäckereien und Bäckereiketten Insolvenz anmelden.
Es bleibt zu hoffen, dass sowohl die Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH als auch die Leifert GmbH ihren Sanierungskurs erfolgreich fortsetzen können, damit die traditionsreichen Unternehmen für die Verbraucher erhalten bleiben.