Schokoladenraub vor Ostern führt zu Engpässen

Als ob der Iran-Krieg mit seinen Lieferengpässen, die hohen Kakaopreise und vermehrte Rückrufe von unter anderem Milka nicht schlimm genug wären, haben freche Diebe in Italien die allgemeine Schokoladenkrise weiterhin verschärft. Der schweizerische Nahrungsmittelhersteller Nestlé hat gerade bekannt gegeben, dass 413 793 Einheiten Schokolade, was etwa 12 Tonnen entspricht, auf dem Weg von Italien nach Polen gestohlen wurden. Der Lastwagen sollte eigentlich unterwegs an mehrere Supermärkte ausliefern, darunter auch in Deutschland. 

Betroffen ist die Marke KitKat, und bei der gestohlenen Ware handelt es sich um eine Sonderherstellung des beliebten Schokoladenriegels. Die geraubten KitKats wurden nämlich in einer speziellen Formel-1-Ausgabe in Form von F1-Rennwagen produziert, um die neue Zusammenarbeit zwischen dem schweizerischen Süßwaren-Giganten und dem Rennsport zu ehren. Jetzt warnt Nestlé, dass es zu KitKat-Knappheit in ganz Europa kommen wird. 

Wie vom Erdboden verschluckt 

Wo der Lastwagen mit der süßen Ladung gestohlen wurde, und unter welchen Umständen, ist bisher nur den Dieben, den italienischen Ermittlern und der Geschäftsleitung von Nestlé bekannt. Fest steht, dass der Lastwagen nach dem Raub vollständig von der Bildfläche verschwand und bisher noch nicht aufgetrieben werden konnte. Neben der ungewöhnlichen Form sind die Riegel auch mit einem besonderen Strichcode versehen, der es möglich machen könnte, die gestohlene Ware wieder aufzutreiben. Sollte die Beute auf inoffiziellen Verkaufswegen auf den Markt kommen, können sie anhand der Scannung an den Kassen von Verkaufsstellen aufgespürt werden.  KitKat ist allerdings nicht die einzige Marke, die an diesen Ostern in den Körbchen fehlen könnte. In Deutschland macht sich nämlich gerade der Unmut über Lindt und die Preise für die traditionellen Goldhäschen breit. 

Teurer als Filet 

Kaum eine Familie feiert Ostern ohne den Lindt-Hasen, komplett mit Band und Glöckchen. Dieses Jahr hat das Symbol für die Osterfeierlichkeiten allerdings einen zweifelhaften Rekord erzielt. Noch nie zuvor war der süße Hase so teuer wie in diesem Jahr. Gemäß Angaben in Supermärkten liegt der Preis pro Kilo Goldhase zurzeit bei über 65 Euro und befindet sich damit laut Verbraucher in der gleichen Preisklasse wie Steak und Filet. Lindt entschuldigt die hohen Preise mit dem augenblicklichen Marktwert von Kakaobohnen. Eine Sprecherin für Lindt weist auch darauf hin, dass selbst bei einer Verringerung des Marktpreises, wofür es die ersten Zeichen gibt, der Preis für Schokolade hoch liegen wird. Demnach bunkern Hersteller die begehrten, aber teuren Bohnen auf Vorrat und können den Preis erst dann anpassen, wenn dieser Bestand ausläuft.

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  • Mein Gott!!!
    Diese notorische Panikmache hier!
    Wir werden schon noch ein paar Schokoeier abbekommen?

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Alexander Grünstedt